Messen

Neuer Termin der IPM findet Anklang

Heinz Herker, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), äußerte sich auf der Vor-Pressekonferenz zur IPM (Internationale Pflanzenmesse) zufrieden über die neuen Termine im Messeverlauf der IPM in Essen, die erstmals von Dienstag bis Freitag 2010 stattfindet. Der neue Termin werde die Qualität steigern, die Ordertätigkeit besser entzerren, und auch das Begleitprogramm werde davon profitieren, sagte er. Helmut Prinz, Präsident des Fachverbandes Deutscher Floristen nimmt den neuen Termin als eine Herausforderung. Doch mit den vielen floristischen Veranstaltungen, die sich jetzt über die vier Messe-Tage gleichmäßiger verteilen, fänden sich noch mehr gute Gründe für einen Besuch der Messe.

Egon Galinnis, Geschäftsführer der Messe Essen, bestätigte die positiven Effekte. Die neue Tagesbelegung stoße bisher auf sehr gute Resonanz. So erwartet die IPM 1.450 Aussteller und eine leichte Steigerung in der Nettofläche. „Die IPM wächst wieder“, sagte er, „mit mehr Ausstellern und mehr Flächen. Durch Verdichten verzeichnen wir zwei Prozent plus.“ Auch glaubt er, dass sich durch den neuen Termin die Internationalität des Publikums noch steigern wird. Erstmals stellte sich der neue Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe Essen vor, Frank Thorwirth. Er berichtete, dass zur IPM 2010 das neue Messe-Hotel fertiggestellt sein wird und dass mit einem zusätzlichen Parkhaus P 7 rund 1.100 weitere Parkplätze zur Verfügung stehen.

Mehr Aussteller und Wachstum in der Flächenbelegung vermeldet Sabina Großkreuz (früher Dillen), Bereichsleiterin Messen und Ausstellungen. Es stellen mehr Baumschulen aus, die jetzt auch die Hälfte der Halle 8 belegen, in der anderen Hälfte sind jetzt auch Technikaussteller zu finden. Auch die Gemeinschaftsbeteiligungen der Länder Belgien, Großbritannien, Italien, Polen, Japan, Spanien und Ungarn haben sich vergrößert, außerdem wird sich Südafrika erstmals präsentieren. Auch in diesem Jahr fördert das Bundeswirtschaftsministerium Messeauftritte junger innovativer Unternehmen, die sich an einem Gemeinschaftsstand präsentieren. Zur Eröffnung der IPM wird unter anderem Prinzessin Benedikte von Dänemark erwartet. Geschäftsmöglichkeiten und Marktsituationen nimmt das Internationale Gartenbauforum Osteuropa unter die Lupe. Im Mittelpunkt steht diesmal die Ukraine.

Ein vielseitiges floristisches Aktions- und Rahmenprogramm bildet auch im kommenden Jahr einen Schwerpunkt. Manfred Hoffmann und sein Team stellen neue florale Dekorationsideen für starke Konsumentengruppen vor. Einen Überblick über das Schulangebot für Floristmeister bieten im Teacher’s Club sechs Bildungseinrichtungen. Das g&v Creativ Center will Floristen und Gärtner animieren, Präsentationsideen rund ums Jahr mitzunehmen und zeigt, wie man mit Storytelling Emotionen und Kundenwünsche weckt. Im Infocenter Gartenbau steht diesmal zentral eine Lehrschau zum Thema Zukunftswerkstatt. Lehr- und Versuchsanstalten, Hochschulen und Universitäten sowie andere Forschungseinrichtungen stellen die Entwicklungen aus den Bereichen Pflanze, Technik und Innenraumbegrünung vor.

Zum dritten Mal findet das Pflanzen-Neuheitenschaufenster statt. Weiterhin gibt es innerhalb der Kampagne Viva Balkonia attraktive Pflanzenkombinationen zu sehen und unter dem Motto „Es lebe der Friedhof“ präsentieren sich kreative und moderne Gestaltungsmöglichkeiten.

Die gärtnerische und floristische Berufsausbildung steht am „Tag der Ausbildung“, auf dem Programm, unter der Schirmherrschaft des NRW-Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers. Angehende Schulabgänger, Lehrer und Berufsberater können sich hier ausführlich über alle Sparten des Gartenbaus informieren, allerdings diesmal am Mittwoch.

Die IPM ist vom 26. bis 29. Januar 2010 täglich von 9 bis 18 Uhr für Fachbesucher geöffnet.