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NRW: Acht Prozent mehr Unternehmen im GaLaBau-Landesverband und Vollbeschäftigung

Deutlich mehr Auszubildende und gut gefüllte Auftragsbücher - die Landschaftsgärtner in Nordrhein-Westfalen (NRW) haben allen Grund, optimistisch nach vorn zu blicken. Dies machte Manfred Lorenz, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen, bei der Mitgliederversammlung des Landesverbandes in Oberhausen deutlich. Auch der Verband ist auf einem guten Weg: In 2007 konnte die Zahl der Mitgliedsunternehmen um acht Prozent auf 811 gesteigert werden. Dabei hat der GaLaBau NRW besonders bei den kleineren Fachunternehmen mit bis zu fünf Arbeitskräften den größten Zulauf zu verzeichnen. 33 Neumitglieder fallen in diese "Betriebsgruppe 1". "Ich kann für 2007 für unsere Branche eine Vollbeschäftigung feststellen", hob Lorenz hervor. Allerdings sei das Jahr spannend verlaufen. Ein angenehmer Witterungsverlauf bis ins Frühjahr hinein mit folgenden feuchten Monaten wie auch die Explosion der Energie- und Materialkosten hätten zu einem ziemlichen Auf und Ab geführt. Wie der Präsident ausführte, wächst der Privatkundenmarkt weiterhin. Inzwischen werden in NRW nahezu 50 Prozent des Branchenumsatzes mit privaten Auftraggebern erzielt. Lorenz führte dies auf die bundesweite Image-Kampagne des Bundesverbandes zurück. Da an dieser Kampagne nunmehr alle Landesverbände teilnehmen, sinkt die Kostenumlage von bisher 600 Euro pro Jahr pro Mitgliedsunternehmen auf künftig 450 Euro. Für die positive Entwicklung der Mitgliedsunternehmen ist nach Ansicht von Lorenz aber auch das Finden und Halten guter Fachkräfte bedeutsam. Als Erfolg wertete er einen weiteren Anstieg der Ausbildungszahlen um elf Prozent im vergangenen Jahr auf 2.840 Auszubildende. Im Rahmenprogramm ermöglichte die Mitgliederversammlung den mehr als 130 Teilnehmern, in verschiedenen Workshops Lösungsmöglichkeiten für betriebsrelevante Fragestellungen zu finden. Auf großes Interesse stieß die "Persönlichkeitsorientierte Mitarbeiterführung". Dabei verdeutlichte Prof. Dr. Ulrich Breilmann von der Fachhochschule Gelsenkirchen, dass es in Zukunft für die Unternehmen immer wichtiger wird, sich mit den Stärken, Schwächen und individuellen Lebensumständen ihrer Mitarbeiter zu befassen. Denn Fach- und Führungskräfte schauen nicht nur darauf, ob sie angemessen entlohnt werden. Sie wollen sich zumeist weiter entwickeln können. Und sie achten stärker als früher darauf, wie in einem Unternehmen miteinander umgegangen wird.