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Schutz von neuen Pflanzensorten in Europa

Der Schutz von Pflanzensorten ist eine besondere Form des gewerblichen Rechtsschutzes und findet in vielen Ländern der Welt Anwendung. Das Ziel des Sortenschutzes ist es, die Entwicklung neuer Sorten zu fördern und so – zum Nutzen der Verbraucher – die Qualität vieler Produkte zu verbessern.

Das Gemeinschaftliche Sortenamt, gegründet 1995, ist eine Agentur der Europäischen Union mit der Aufgabe, ein Sortenschutzsystem zu verwalten.

Einmalig in seiner Art bietet das vom Gemeinschaftlichen Sortenamt verwaltete Europäische Sortenschutzsystem für Züchter, Produzenten und Verbraucher einen weitreichenden Nutzen. Der einheitliche Verfahrensablauf des Europäischen Sortenschutzsystem gewährleiste den Schutz der Züchtungen auf dem gesamten Gebiet der Europäischen Union. Sorten aller botanischen Taxa können geschützt werden. Die Zierpflanzen bilden derzeit die zahlenmäßig größte Gruppe von Anträgen (ungefähr 62 Prozent), gefolgt von landwirtschaftlichen Arten (22 Prozent) und Obst- und Gemüsearten. Jährlich werden mehr als 2 500 Anträge bearbeitet, die überwiegend aus den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union kommen. Ungefähr 17 Prozent der Anträge kommen aus Ländern außerhalb der EU.

Technische Prüfungen werden nach eigenen Angaben von geeigneten Einrichtungen der EG-Mitgliedstaaten wie dem Bundessortenamt in Deutschland (Hannover) durchgeführt, um die Prüfung der Schutzvoraussetzungen Unterscheidbarkeit, Homogenität und Beständigkeit (DUS) sicherzustellen.

Kontakt: Gemeinschaftliches Sortenamt (CPVO), BP 10121, F-49101 Angers Cedex 02, Tel. : +33-2 41 25 64 00, E-Mail: cpvo@cpvo.europa.eu, Internet: www.cpvo.europa.eu.