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Ventilatoren heizen ein

Temperatur-Unterschiede sind in Gewächshäusern, auch in Folienhäusern üblich. Die Temperaturen variieren von oben nach unten, von rechts nach links, in der Nähe der Heizung und weiter entfernt, je nachdem wo Fühler und Heizung installiert sind, so Otto Domke, Technikberater der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Diese Unterschiede sollten ausgeglichen werden, damit bei allen Pflanzen die gleichen Bedingungen herrschen. Dies geht am einfachsten mit Ventilatoren unter den geschlossenen Energieschirmen. Sie verteilen die Luft und können die Wärme so gleichmäßig in den Häusern verteilen. Versuche in Straelen hätten ihre Effizienz bewiesen. Die Ventilatoren bringen das Wärmepolster aus dem oberen Bereich des Gewächshauses wieder nach unten und damit an die Pflanzen heran. In hohen Häusern hängen sie etwa 1,50 Meter über der Kultur, mit rund 50 Metern Wurfweite, zwölf Meter breitem Wirkungskanal und etwa einem Meter pro Sekunde Laufgeschwindigkeit. Größere Ventilatoren laufen leiser, müssen in der Drehzahl runtergeregelt werden. Der Luftzug ist so gering, dass keine Schäden an den Kulturen zu befürchten sind, so Domke. Er hatte im Gartenbauzentrum Straelen Versuche mit Nebelmaschinen durchgeführt, um damit deutlich sichtbar zu machen, wie sich die Luft im Gewächshaus oder Folienhaus verteilt. Ohne Ventilation waren Temperaturunterschiede bis vier Grad zu messen, je nachdem an welcher Stelle gemessen wurde, nicht nur in der Versuchsanstalt, sondern auch in Praxisbetrieben. Dies sei weder aus pflanzenbaulichen noch aus energetischen Gründen hinzunehmen und spreche für den Einsatz von Ventilatoren.