Messen

Vitalisierende Pilze als Bioturob

Auch hierzulande sind die mit Pflanzenwurzeln in Symbiose lebenden Pilze in Kommen. Auf der Horti-Regio können sich Fachbesucher über die Vorteile und Einsatzmöglichkeiten von Mykorrhilza-Präparaten bei Faber Gartenbau informieren. Pilze sind mit ihrem feinen Myzelgeflecht besonders gut in der Lage kleinste Bodenporen zu erschließen. Wasser- und Nährstoffe, die so aufgenommen werden, stellen die Pilze der Pflanze größtenteils sofort zur Verfügung, ein Teil wird für Mangelsituationen gespeichert. Das Aufnahmevolumen von Wasser und Nährstoffen der mykorrhizierten Pflanzen vergrößert sich durch das Pilzgeflecht bis zum 10.000-fachen. Darüber hinaus können die Symbiosepilze mit antibiotischen Stoffen Schadorganismen abwehren, so dass die Pflanzen stressresistenter und weniger anfällig gegen Krankheiten und Schädlinge sind. Die Pflanze wiederum versorgt den Bodenpilz mit ihren Abbauprodukten, informiert Faber Gartenbau.

Die Einsatzgebiete von Mykoplant seien vielfältig. Besonders sinnvoll ist laut Faber Gartenbau beispielsweise die Impfung frisch gepflanzter Bäume, aber auch bei der Sanierung adulter Bäume ist das Präparat angezeigt. Mykoplant ist bei vielen Baumarten einsetzbar, außer bei Buchen, Eichen und Nadelgehölzen. Auch bei der Dachbegrünung sei der Einsatz von Mykoplant effektiv, da vor allem diese Pflanzen unter extremen Temperaturen, Trockenheit und hoher Windbelastung ausgesetzt sind. Hinzu komme, dass meist totes Substrat mit dem Präparat belebt werden könne und die Vitatlität der behandelten Pflanzen unter erschwerten Bedingungen wesentlich verbessert werde.

Besonders erfolgreich wird Mykoplant bei Rasenflächen eingesetzt, informiert Faber Gartenbau. Vorteilhaft sind die schnellere Anfangsentwicklung und das bessere Anwachsen der Pflanzen. Auch die positive Wirkung auf die Wurzelentwicklung und die ausgewogene Nährstoffaufnahme gehören zu den Vorteilen, so das Unternehmen. Durch das dichte Wurzelgeflecht könne sich außerdem weniger Unkraut im Rasen ansiedeln. Vor allem werde der mykorrhizierte Rasen widerstandsfähiger gegen vorübergehende starke Trockenheit. Der Einsatz von Mykoplant sei sowohl bei der Neuanlage durch Aussaat oder Rollrasen als auch durch späteres Einbringen beim Vertikutieren möglich.

Im Obst- und Gemüseanbau sowie beim Anbau von Zierpflanzen ergeben sich laut Faber Gartengestaltung ebenfalls Vorteile. Durch den Einsatz von Mykoplant lassen sich bis zu 30 Prozent Wasser und bis zu 50 Prozent Dünger einsparen. Das verbesserte Immunsystem der mykorrhizierten Pflanzen sorgt zudem für einen indirekten Pflanzenschutz. Interessant ist vor allem die Ertragssteigerung durch verkürzte Kulturzeiten, höhere Frisch- und Trockengewichte, Steigerung der Biomasse und die verbesserte Qualität der geernteten Früchte. Besonders bei Gewürz-, Heil- und Kräuterpflanzen werden natürliche Aromen nachgewiesen verstärkt, informiert der Hersteller. Interessant sei diese Form der Pflanzenhilfe vor allem, weil sie rein biologisch wirke.

Kontakt: Faber Gartengestaltung, Roland Faber, Oberer Graben 51, 86152 Augsburg, Tel.: 08 21-3 19 37 18, www.faber-gartengestaltung.de.