Messen

Wasserkontrolle über das Handy

Bluetooth und GPRS machen vieles möglich. Ganz praxisnah hat sich Step Systems (Nürnberg) diese Technik zu Nutze gemacht und für die Kontrolle und Regulierung der Bewässerung im Freiland eingesetzt. Das neue Gerät zur Bodenfeuchtemessung ist mit einem Sensor ausgestattet, der für den Einsatz im Freiland geeignet ist.

Firmeninhaber Harald Braungard hebt besonders hervor, dass er in dem neuen Gerät die FDR (Frequent Domain Reflectometry)-Messtechnologie einsetzt. In Gegensatz zur TDR-Technik misst sie nicht die Laufzeit des reflektierten Signals, sondern die Unterschiede zwischen ausgesendeten und reflektierten elektromagnetischen Wellen, um daraus die Bodenfeuchte zu ermitteln. Braungardt sieht darin eine kostengünstige und zuverlässige Messmethode für eine schnelle und genaue Bodenfeuchtigkeits-Messung.

Zudem - und das sei neu- könne ab sofort auch eine Bewässerungsanlage schnell und direkt in Abhängigkeit der gemessenen Feuchtigkeit gesteuert werden und nicht- wie bei den meisten Bewässerungsanlagen - in vorgegebenen Zeitintervallen.

An die Mess-Sensoren lässt sich für eine schnellstmögliche Datenkommunikation der Datenlogger SW 3000 anschließen. Er überträgt die Messwerte per Bluetooth auf das Mobiltelefon oder alternativ per GPRS-Modem und Datenkarte direkt in eine Internet-Datenbank. Das Auslesen der permanent gemessen Daten ist mit einem Bluetooth-fähigen Handy ganz einfach auf Knopfdruck möglich. Vom Handy aus können die Daten zur weiteren Auswertung an die Internetdatenbank www.fieldclimate.com gesandt werden.

Die Nutzung der Plattform "fieldclimate" empfiehlt sich, weil sie Warnungen vor kritischen Situationen im Feld (zuviel oder zuwenig Wasser) per SMS verschickt. Der Nutzer kann regulierend eingreifen. Das gilt auch beim Einsatz des Modells GPRS, das die Daten mittels Datenkarte eines GSM-Providers direkt an die Internet-Datenbank sendet. In die kann sich der Benutzer von überall her einloggen und seine Werte kontrollieren und notfalls gegensteuern.

Die Station SW 3000 arbeitet im Freiland unabhängig vom Stromnetz mit Solarkollektoren. An den SW 3000 lassen sich maximal 30 Messsonden anschließen, wenn sie in zehn Ketten a drei Sonden zusammengeschlossen sind. Die einzelnen Sonden können dabei in unterschiedlichen Bodenhorizonten messen und über ein Bodenprofil Ergebnisse liefern.

www.stepsystems.de

GaLaBau: Halle 4, 433