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Landesgartenschau Bad Iburg: 180 Tage Gartenkultur

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Das idyllische Städtchen Bad Iburg im Osnabrücker Land richtet in diesem Jahr die 6. Niedersächsische Landesgartenschau aus. Unter dem Motto „Der neue Zauber“ präsentiert die Grüne Branche vom 18. April bis zum 14. Oktober was sie kann.

Rosengarten und Baumwipfelpfad

Die ergänzenden Arbeiten im Kneipp-Erlebnispark (entstanden 2014) am Charlottensee mit Kneipp-Liege und Schlossbalkon und auch jene an den Blütenterrassen sowie der Philipp-Sigismund-Allee – allesamt Investitionen in Bad Iburgs städtebauliche Zukunft – sind Anfang des Jahres abgeschlossen worden.

Der Bad Iburger Baumwipfelpfad wird Infos über Natur, Geologie, Geschichte und Waldpersönlichkeit bieten. „Diese Attraktion wird mehr sein als Freizeitvergnügen und Infotainment“, verspricht Ursula Stecker, Geschäftsführerin der Laga-Gesellschaft. Zudem ist vor dem historischen Jagschlösschen Freudenthal ein zeitgenössischer und zugleich an barocke Formgebung erinnernder Rosengarten entstanden.

Wasser in Bad Iburg allgegenwärtig

Das Thema Wasser wird auf der Landesgartenschau allgegenwärtig sein. Ganz nach dem Motto „Tauch ein“, können Besucher ein Kneippsches Wassertretbecken erleben. Unter dem Motto „Waldbaden“ – ein Trend aus Japan zum Stressmanagement – präsentiert die Gartenschau zudem im neu inszenierten, rund 17 Hektar großen Waldkurpark erholsames Walderleben mit Ausstellungsbeiträgen auf verwunschenen Lichtungen, wie es aus Bad Iburg heißt.

Die Verbindung zur Innenstadt bildet der Charlottenseepark mit Kneipp Erholungs- und Veranstaltungsangeboten. Über eine Spange mit den Blütenterrassen sind Flächen „Am Kurgarten“ mit Blumenhalle, Themengärten, dem Beitrag der Friedhofsgärtner „Friedhof und Denkmal“ sowie weiteren Ausstellungsbeiträgen fußläufig an die Parks und die Innenstadt angebunden. „Kompakt und gut erreichbar“, versprechen die Veranstalter der Landesgartenschau.

Friedhofsgärtner zeigen 30 Mustergräber

Die Nordwestdeutsche Treuhandstelle für Dauergrabpflege (Bremen) zeigt in Bad Iburg 30 Grabstellen: Urnen, Einzel- und Zweier-Grabstellen sowie eine Dreier-Grabstelle als Gemeinschaftsanlage und einen Memoriam-Garten. 30 Friedhofsgärtner aus Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gestalten die Gräber. Die Grabmale werden durch die Landesinnung der Steinmetze Niedersachsen zur Verfügung gestellt.

Elf Themengärten sollen Körper, Geist und Seele ansprechen. Diese sind unter dem Motto „Gärten, die bewegen“ in den Kurgärten rund um den Europaplatz angelegt. Gärtner der Fachverbände Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Niedersachsen-Bremen und Nordrhein-Westfalen zeigen hier ihr Können mit interessanten Gartenbeispielen auf Flächen zwischen 100 und 200 Quadratmetern. Auch die Gestaltung des Europaplatzes kommt von vier GaLaBau-Betrieben.

Gärten überwiegend formal strukturiert

Sieben der insgesamt elf Gärten sind überwiegend formal strukturiert, genauso wie der Rosengarten vor dem Jagdschloss, der eine formale, an barocke Gestaltungsformen erinnernde Struktur zeigt, die jedoch modern übersetzt ist, erläutert Nadine Oestermeyer, Landschaftsplanerin der Landesgartenschau Bad Iburg und zuständig für die Ausstellungsbeiträge.

„Die anderen vier Gärten sind eher organisch aufgefasst – doch allen gemeinsam ist ein klarer Trend zur Pflanze. Unsere Gärten zeigen Trends, die Besucher mit nach Hause nehmen können. Vielleicht nicht immer eins zu eins, aber doch in Teilen gut auf private Gärten anwendbar.“