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Evaluierung: schlechte Noten für IGZ Erfurt

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Geht es nach der Empfehlung des Senats der Leibniz-Gemeinschaft Berlin, wird der Standort Erfurt-Kühnhausen des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) künftig keine Förderung von Bund und Ländern mehr erhalten.

Laborarbeit am IGZ-Standort Kühnhausen. Foto: IGZ

Senat sieht stagnierende Entwicklung am IGZ Erfurt

Aufgrund einer bereits im Vorjahr stattgefundenen Evaluierung (genauer Wortlaut hier zum Download) kommt der Senat zu dem Ergebnis, am Standort Erfurt stagniere die Entwicklung: Ein neues Gewächshaus befinde sich seit Jahren lediglich im Stadium der Planung, die Zusammenarbeit mit der Universität Jena wurde nicht in erkennbarer Weise intensiviert, wie es bei der letzten Evaluierung empfohlen worden war. Vor allem aber seien in Erfurt vom Senat als „nicht hinreichend“ beurteilte Untereinheiten lokalisiert.

Demgegenüber erhielt der IGZ-Standort Großbeeren, an dem rund drei Viertel der 150 IGZ-Mitarbeiter beschäftigt sind, eine überwiegend gute Beurteilung: Der Standort habe sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt, sei personell sowie infrastrukturell in überzeugender Weise gestärkt und die Kooperationen mit Hochschulen in Berlin und Brandenburg sehr erfolgreich.

Empfehlung: Förderung des IGZ Erfurt beenden

Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft empfiehlt Bund und Ländern deshalb, das IGZ am Standort Großbeeren weiter zu fördern und die Förderung am Standort Erfurt zu beenden. Sollten Bund und Länder in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) im Juni zu dem Entschluss kommen, dieser Empfehlung zu folgen – was laut Christoph Herbort-von Loeper, stellvertretender Pressesprecher der Leibniz-Gemeinschaft, bisher immer der Fall war – fiele dieser Institutsteil wieder in die alleinige Landes-Trägerschaft zurück.

Das weitere Verfahren mit dem Standort Erfurt-Kühnhausen wäre dann eine forschungspolitische Entscheidung des Landes Thüringen.

Mehr zur drohenden Schließung des IGZ Erfurt und Stimmen, welche Folgen die Schließung für den Gartenbau hätte, lesen Sie in der TASPO 17/2016.