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Finanzmarkt aktuell: Sparen mit Indexfonds

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Ein „Exchange Traded Fund“, kurz ETF, ist ein börsengehandelter Indexfonds. Sein Ziel ist es, einen festgelegten Aktienindex so exakt wie möglich nachzubilden, damit der Fonds die gleiche Wertentwicklung wie der Index erzielt.

Langfristsparer sollten vorrangig auf breit gefächerte Aktienindizes setzen. Foto: Aamon/Fotolia

ETFs preiswerter als aktiv gemanagte Aktienfonds

ETFs sind aufgrund ihrer passiven Anlagestruktur preiswerter als aktiv gemanagte Aktienfonds. Der Kostenvorteil kann bis zu zwei Prozent pro Jahr betragen. Das bedeutet: Um die gleiche Nettoentwicklung wie ein vergleichbarer ETF zu erreichen, muss ein aktiv gemanagter Aktienfonds mindestens so gut wie der Index laufen plus die laufenden Fondskosten.

Am Bankschalter werden nur selten ETFs angeboten, da die Banken fast nichts daran verdienen. Um ETF zu kaufen, empfehlen sich Direktbanken. Sie bieten eine große Auswahl, häufig mehrere tausend Stück. Zahlreiche Banken bieten ETFs zu reduzierten Orderkosten oder berechnen gar keine Transaktionskosten.

Indexfonds ohne vertragliche Laufzeit

Im Gegensatz zu einem Bankensparplan oder einer Rentenversicherung gehen Sie beim Kauf eines Indexfonds keine vertragliche Laufzeit ein. Sie können ETF-Anteile jederzeit verkaufen beziehungsweise einen Sparplan aussetzen, beenden oder die Ratenhöhe verändern.

Langfristsparer sollten vorrangig auf breit gefächerte Aktienindizes setzen. Gut diversifizierte Aktienindizes sind weniger schwankungsanfällig als marktenge Indizes oder Branchenindizes.

MSCI World der bekannteste globale Aktienindex

Der MSCI World ist der bekannteste globale Aktienindex. Mit einem ETF, der den MSCI World abbildet, investieren Anleger in mehr als 1.600 Aktien. Ihre Gewichtung im Index richtet sich nach dem Börsenwert. Dieser Wert ergibt sich, indem man den aktuellen Aktienkurs mit der Anzahl aller ausgegebenen Aktien multipliziert.

Für die Gewichtung im Index werden aber nur die frei an der Börse handelbaren Aktien, der sogenannte Free Float, berücksichtigt. Die Aktien „im Festbesitz“ von Staaten oder Institutionen fallen nicht darunter.

MSCI All Country World inklusive Schwellenländer

Anleger, die auf Schwellenländer nicht verzichten wollen, können in den Index MSCI All Country World investieren. Er enthält neben den Aktien aus dem MSCI World die wichtigsten Unternehmen aus asiatischen, lateinamerikanischen, afrikanischen und osteuropäischen Schwellenländern.

Der Stoxx Europe 600 ist mit 600 Aktien breiter gefächert als der MSCI Europe, der gut 440 Unternehmen enthält. In den vergangenen fünf Jahren ist der Stoxx 600 auch etwas besser gelaufen.

Eine Übersicht der wichtigen Basisindizes können Sie HIER downloaden.

Mehr zum Thema „Sparen mit Indexfonds“ lesen Sie in der aktuellen TASPO 27/2016, die am 8. Juli erscheint.