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TASPO dossier: Lässt uns das Klima eine Chance?

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Wenn dem Gärtner das Wasser bis zum Bauchnabel steht, ist das vermutlich eine Auswirkung des Klimawandels. Solche Auswüchse gibt es und gab es schon immer. Die Frage ist: Was kommt auf den Gartenbau wirklich zu? Und müssen wir uns damit abfinden? Oder können wir noch etwas dagegen tun? Einschätzungen, Erfahrungen und Meinungen dazu fasst unser neues TASPO dossier zusammen.

Trifft der Klimawandel den Gartenbau tatsächlich so schlimm, wie das Titelfoto des neuen TASPO dossiers suggeriert? Foto: Gartenbau-Versicherung

Gartenbau von Wetterextremen oft empfindlich betroffen

Extremereignisse haben in den letzten Jahren auch in Deutschland markante Zeichen gesetzt – teils katastrophale Schäden durch Sturm und Hagel, Hochwasser und Überflutungen, extreme Hitzewellen und Dürreperioden verursacht. Auch die Grüne Branche war oftmals empfindlich betroffen: Kulturen waren überflutet, vom Sturm oder Hagel stark beschädigt, Gewächshäuser zerstört.

Dabei sind dies scheinbar nur die Spitzen einer permanenten Entwicklung. Denn: Klimawandel ist nicht mehr aufzuhalten, sagen viele Experten, aber zu verlangsamen. Insbesondere mit konsequentem Klimaschutz. Dazu kann jeder einzelne seinen Beitrag leisten – unter anderem durch die Minderung von Treibhausgasen.

Starkregen + Flächenversiegelung = Katastrophe?

Auch Städte und Gemeinden nehmen den Klimawandel ernst und stellen die Anpassung an die Wetterextreme in den Fokus. Denn durch zum Beispiel Starkregen auf der einen und Flächenversiegelungen auf der anderen Seite sind Katastrophen scheinbar vorprogrammiert. Teils gibt es auch schon Strategien und Konzepte für den Umgang mit Extremereignissen, doch Probleme bei der Finanzierung und Umsetzung schieben die Realisierung oft noch in weite Ferne.

Neben Starkregen können aber auch zunehmende Hitzeperioden eine unangenehme Begleiterscheinung der Klimaerwärmung sein – insbesondere in Großstädten sind die Bewohner stark belastet, wenn beispielsweise die Temperaturen nachts nicht mehr unter 20 oder sogar 25 Grad Celsius liegen. Bei Kindern und empfindlichen Menschen kann ein Hitze-Stress dieser Art sogar tödlich enden, so die Klimaforscher.

Stadt- und Alleebäume im Stresstest

In Stadtplanungen gehe es laut Klimatologen daher vor allem um die Begrünung von Wohnblöcken. Oder Kommunen könnten künftig planend eingreifen und beispielsweise Dach- oder Fassadenbegrünungen vorschreiben. Und auch Großbäume, die in Städten in der Vergangenheit zudem teils Stürmen zum Opfer gefallen sind, müssten als wichtige Schattenspender und Sauerstofflieferanten erhalten beziehungsweise ersetzt werden.

Da sich Gehölze veränderten klimatischen Bedingungen nur schwer anpassen können, werden in mehreren Projekten, wie in Norddeutschland bei „Stadtgrün 2025“ oder in Bayern bei „Stadtgrün 2021“, oder in Versuchszentren (zum Beispiel in Ellerhoop) Stadt- und Alleebäume auf ihre Stresstoleranz und Schädlingsanfälligkeit hin getestet. Aus den Versuchen lassen sich mittlerweile erste Empfehlungen geben, welche Bäume zukünftig in Deutschland für den urbanen Raum geeignet sind.

Als Download: Gehölzsortimente der Zukunft

Ein Basissortiment mit geeigneten Baumarten, erschienen im Bauernblatt Schleswig-Holstein, können Sie hier als PDF downloaden. Darin gibt es auch weitere Informationen zum Thema „Klimawandel und Gehölzsortimente der Zukunft“.

Mehr zum Thema „Lässt uns der Klimawandel eine Chance?“ sowie die Risiken und Chancen des Klimawandels für die Grüne Branche lesen Sie im aktuellen TASPO dossier, das heute zusammen mit der TASPO 9/2018 erschienen ist.