Neuheiten & Trends

Allesamt bio: neue Kräuter und Genusspflanzen für 2022

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Eine ganze Reihe Bio-Neuheiten für die nächste Saison aus dem Bereich Kräuter und Genusspflanzen – von der Austernpflanze bis zum Bierhopfen – stellt Blu-Blumen vor .

Austernpflanze schmeckt delikat nach Meerestier

„Bei der Bio-Austernpflanze (Mertensia maritima) haben es Feinschmecker auf ihren edlen Geschmack nach Austern-Muscheln abgesehen“, erklärt André Segler von Blu-Blumen. Nicht nur die Blätter, auch die blauen Glockenblüten würden delikat und ganz vegan nach Meerestier schmecken. Ursprünglich stammt die Austernpflanze aus den Küstenregionen Nordeuropas und ist in Schottland und Island ansässig. Sie sei daher sehr robust. Im Kräuterbeet gefällt sie mit blau-grünen, leicht silbrigen Blättern sowie der kontrastreichen blauen Glockenblüte (ab Juli) und sei ein toller Partner zu Salzkraut.

Bio-Bierhopfen (Humulus lupulus) wirkt beruhigend. Die weiblichen Blütendolden lassen sich zu Hopfentee aufgießen. Es werden ausschließlich weibliche Pflanzen angebaut, eine Befruchtung durch Blüten von männlichen Pflanzen sei unerwünscht. Die weiblichen Blüten bilden zapfenähnliche Dolden und enthalten ein klebriges Harz, das dem Bier seinen bitter-fruchtigen Geschmack verleiht. Der Bierhopfen ist winterhart, jedoch nicht wintergrün und mehrjährig. Hopfendolden werden von August bis September gebildet. Die Pflanze sei ein dekorativer Kletterer für Zäune, Dachrinnenrohre, Sichtschutzelemente und benötige eine Rankhilfe.

Hingucker als Kübelpflanze: Bio-Papaya

Bio-Papaya (Carica papaya) ist als Kübelpflanze ein besonderer Hingucker. Sie bildet einen unverzweigten langen Stamm. Die Früchte erscheinen nach etwa zwei Jahren, beobachtet Blu-Blumen. Sie hängen direkt am Stamm und können rund 500 Gramm schwer werden. Das Fruchtfleisch ist gelb-orange bis rosa gefärbt und wohlschmeckend, enthält aber keine Fruchtsäure. Die Samenkörner aus der Papayafrucht sind ebenfalls essbar und schmecken leicht bitter bis scharf. Blu-Blumen kultiviert ausschließlich weibliche und zwittrige Pflanzen, die sich selbst befruchten können. Eine männliche Bestäuberpflanze sei somit beim Kunden nicht nötig. Überwintert werden muss an hellem Standort (sehr wenig gießen) bei mindestens zehn Grad Celsius.

Bio-Meerrettich (Armoracia rusticana) ist laut Blu-Blumen nicht nur pikant, sondern enthält auch antibakterielle Senföle und Mineralstoffe und wurde als Heilpflanze registriert. Meerrettich stellt keine besonderen Ansprüche an Boden, Standort und Pflege, zeigt Segler auf. Angeschnittene Wurzelstücke in einem feuchten Tuch einwickeln, rund zwei Wochen im Kühlschrank lagerbar. Junge Wurzeln können auch eingefroren werden. Die Pflanze ist winterhart und mehrjährig, die Ernte erfolgt von Oktober bis Januar (ganzes Rhizom/Wurzelstück ausgraben, große Hauptwurzel ernten kleine Seitenwurzeln wieder einpflanzen).

Bio-Salsa-Chili mit „nur“ rund 100.000 Scoville

Bio-Salsa-Chili ‘Jolokia’ (Capsicum chinense) ist den Angaben zufolge der „heißeste Chili im Blu-Sortiment“. Dieser Jolokia-Chili-Typ hat „nur“ etwa 100.000 Scoville. Er überzeuge mit einer sehr fruchtigen Schärfe und besonders früher Reife (Mitte September). Andere Jolokia-Typen erreichen bis zu einer Million Scoville und zählen zu den schärfsten Chilis der Welt. Die Pflanze ist mehrjährig, lässt sich im Haus überwintern und sollte daher im Kübel angebaut werden. Sie wächst rund 1,20 Meter hoch. Die Ernte erfolgt ab Ende August/Anfang September, wenn die Früchte rot sind. Der ‘Jolokia’-Chili stammt aus dem Norden von Indien. Mit seinem fruchtig scharfen Aroma sei dieser Chili der ideale Grundstoff für Saucen. Dips und Brotaufstriche sind möglich. Erntereife Früchte lassen sich durch Einlegen oder Räuchern haltbar machen, aber auch trocknen und zu Chili-Pulver verarbeiten.

Rosen-Thymian (Thymus ssp.) ist winterhart und mehrjährig, bevorzugt einen sonnigen Standort sowie durchlässigen Boden. Er hat einen kompakt aufrechten Wuchs. Unzählige kleine Lippenblüten erscheinen ab Juli und locken Insekten magisch an, wie Blu-Blumen erklärt. Die Pflanze duftet intensiv nach Rose. Das typische Thymian-Aroma kommt laut Segler nur noch leicht zum Vorschein: „Hiermit eröffnen sich in der experimentellen Küche ganz neue Möglichkeiten.“

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