Eier statt Larven: Florfliegen mit breiterem Einsatzspektrum

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Kompakter als Larven: 100.000 Florfliegen-Eier im 90-Milliliter-Kanister. Foto: Koppert

Einer der effektivsten Nützlinge im Einsatz gegen Blattläuse ist die Florfliege (Chrysoperla carnea). Um ihre Effektivität noch weiter zu steigern und dabei die Kosten für den Anbauer zu senken, setzt Koppert Biological Systems jetzt auf ein früheres Entwicklungsstadium des Nützlings.

Neues Produkt durch kontinuierliche Forschung und Entwicklung

Durch den Einsatz eines früheren Stadiums der Florfliege – dem natürlichen Feind von Blattläusen, Wollläusen und Echinothripsen – können Anbauer diese Schädlinge jetzt effektiver und wirtschaftlicher bekämpfen, wie Koppert Biological Systems mitteilt. Die kontinuierliche Forschung und Entwicklung des Unternehmens habe zu einem neuen Produkt geführt, das unter dem Namen Chrysopa-E vermarktet wird und das Eistadium der Florfliege (Chrysoperla carnea) anstelle des bisher verwendeten Larvenstadiums einsetzt.

Chrysopa-E auch präventiv einsetzbar

Chrysopa-E könne zu viel niedrigeren Produktionskosten hergestellt werden, sodass der Anbauer viel mehr Nützlinge zu geringeren Kosten einsetzen kann. Mit dem neuen Produkt habe der Anbauer eine sehr große Menge von Nützlingen einsatzbereit. Chrysoperla carnea frisst alle Arten von Blattläusen, Wollläusen und Echinothripsen, es handelt sich bei der Florfliege also um einen natürlichen Gegenspieler mit einer großen Speisekarte. Chrysopa-E soll auch präventiv eingesetzt werden können und biete dem Gärtner mehr Sicherheit. Aufgrund des Rückgangs der verfügbaren chemischen Pflanzenschutzmittel sei es notwendig geworden, bezahlbare Lösungen wie Chrysopa-E anzubieten, wie Koppert berichtet.

Während das Larvenprodukt in einem Sechs-Liter-Eimer mit 10.000 Larven geliefert wird, werden die Eier in einem 90-Milliliter-Kanister mit 100.000 Eiern ausgeliefert, was einen enormen Gewinn in Bezug auf das Transportvolumen bedeutet und die Lieferkette nachhaltiger machen soll. Das bestehende Chrysopa-Produkt (Larven) bleibt bei Koppert weiterhin verfügbar und soll für Hotspots – lokalisierte Stellen im Gewächshaus mit einer Häufung vieler Schadinsekten – verwendet werden können. Chrysopa-E sei für eine breite Palette von Kulturen geeignet, und Koppert habe Tests in verschiedenen Kulturen mit guten Ergebnissen durchgeführt.

Weniger chemische Korrekturen erforderlich

Aufgrund des niedrigeren Preises sei es für Züchter möglich, viel mehr Nützlinge einzusetzen und so eine bessere Schädlingsbekämpfung zu erreichen, was eine bessere Rendite zur Folge haben soll. Chrysopa-E soll auch für den langfristigen präventiven Einsatz geeignet sein, da die Kosten geringer sind und weniger chemische Korrekturen erforderlich sind, die das gesamte biologische System im Gewächshaus stören können. Das Produkt enthält kein Trägermaterial, sodass die Blätter sauber bleiben. Dies sei besonders für den Zierpflanzenbau wichtig.

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