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Für Gärtnereien: Minikipper umgerüstet auf Elektroantrieb

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Hand aufs Herz – haben Sie irgendwo in Ihrem Gärtnerei-Betrieb auch noch einen alten Minikipper stehen, von dem Sie sich nicht so richtig trennen wollen? Vielleicht bringt die Firma GEF Sie auf die Idee, ihr „altes Schätzchen“ umzurüsten. Wir haben in der Werkstatt in Greven hinter die Kulissen geschaut.

Umrüstung insbesondere für Friedhofsgärtnereien

Auf den Umbau und die Umrüstung von alten Fahrzeugen haben sich Guido Berkemeyer und sein Team in der Grevener-Elektro-Fahrzeuge GmbH (GEF) spezialisiert. Dabei gehören zum Kerngeschäft Golf Carts und Elektro-Fahrzeuge. „Wir sind Partner für Gärtnerei-Betriebe, insbesondere für Friedhofsgärtnereien, für die wir Fahrzeuge an die speziellen Anforderungen auf dem Friedhof anpassen“, erklärt Berkemeyer und wirft vor allem ein Auge auf alte Minikipper, die bei Matthias Schmitz (Duisburg) gebaut wurden. „Wir rüsten etwa das Modell MK 1 oder MK 2 des Schmitz-Minikippers mit einem Vier-Gang-Getriebe plus Rückwärtsgang auf einen 48-Volt-Elektroantrieb um“, zeigt er auf. „Als einziges Ausschlusskriterium gilt: Es muss einen Riemenantrieb mit Schaltgetriebe geben, ein hydrostatischer Antrieb ist leider ein K.o.-Kriterium.“

Fahrzeuge nach dem Umbau kaum wiederzuerkennen

Auch wenn alte Fahrzeuge optisch einen schlechten Eindruck machen, ist ein Umbau dennoch lohnenswert. „Wir führen Vollrestaurationen durch und statten die Minikipper nach Absprache mit dem Kunden neu aus. Das Fahrzeug sieht dann nach Beendigung aller Arbeitsschritte aus wie neu, und man erkennt es nicht wieder“, weiß Berkemeyer und überrascht nach dem Umbau so manchen Kunden mit schönen, neuwertigen Fahrzeugen. „Die ältesten Minikipper, die wir hier in der Werkstatt umgerüstet haben, stammen aus den 90er-Jahren. Je nach Umbaustatus werden Kosten von 12.000 bis 15.500 Euro berechnet, um ein Altfahrzeug wieder zu neuem Leben zu erwecken“, stellt Berkemeyer als Beispielrechnung auf.

Nicht nur der ökologische Aspekt sowie die Lautstärke – bei Arbeiten in sensiblen Bereichen – spielen eine Rolle bei der Umrüstung. „Die Nutzungsdauer von Verbrennungsmotoren verkürzt sich sehr stark durch den Einsatz des Minikippers auf dem Friedhof. Wenn die Mitarbeiter von Grab zu Grab fahren und den Motor immer wieder abschalten, fahren sie das Fahrzeug nicht warm. Ein Elektroantrieb ist dagegen viel verschleißfreier“, erklärt Berkemeyer. Neben dem Umbau auf einen 48-Volt-Elektro-Antrieb geht oftmals die individuelle Anpassung an die Anforderungen des Minikippers im Alltag einher. Elektrohydraulische Ladepritsche, Pflanzdach mit Aufkantung für den Blumentransport oder die Vorrichtung für eine Wasserfass-Montage bis 1.000 Liter – das alles ist für die Experten von GEF kein Problem.

Minikipper auf Wunsch ohne Blinker oder Fahrerkabine

Vielfach werde vom Kunden heute sogar gar keine Fahrerkabine mehr gewünscht – so lässt sich etwa vom Minikipper aus besonders effektiv und hinderungsfrei während der Fahrt in einem rund 220-Grad-Winkel gießen. Auch den Wunsch, das Fahrzeug so reduziert wie nur möglich auszustatten, sogar ohne Blinker, wenn das Fahrzeug nur auf dem Friedhof verwendet wird, hat Berkemeyer bereits erfüllt. Das Argument lautete: Der Blinker wird ja doch nur abgefahren. Wichtig dagegen sei oft der Wunsch, eine Kugelkopf- oder Zugmaulkupplung oder eine Kombination aus beiden – die Kombikupplung – zu installieren. Bei allen Umbau-Wünschen legt Berkemeyer besonderen Wert auf Qualität, Funktionalität und Nachhaltigkeit und bietet sogar den passenden Service an.

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