Pflanzenschutz

Agrarchemie: Nachfrage bleibt hoch

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Positive Zahlen für die Märtke Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger in Deutschland meldete der Industrieverband Agrar e.V. (IVA) bei seiner Jahrespressekonferenz 2015. In beiden Marktsegmenten steigerte sich der Gesamtumsatz im Jahr 2014 signifikant.

v.l.n.r. Prof. Dr. Hermann Kuhlmann (Vorsitzender IVA-Fachbereich Pflanzenernährung), Dr. Helmut Schramm (IVA-Präsident), Volker Koch-Achelpöhler (IVA-Hauptgeschäftsführer). Foto: IVA

v.l.n.r. Prof. Dr. Hermann Kuhlmann (Vorsitzender IVA-Fachbereich Pflanzenernährung), Dr. Helmut Schramm (IVA-Präsident), Volker Koch-Achelpöhler (IVA-Hauptgeschäftsführer). Foto: IVA

 Umsatzsteigerung in Zahlen

Umsatzänderungen im Vergleich
Umsätze 2013 (Mrd.)Umsätze 2014 (Mrd.)Wachstum (%)
Pflanzenschutz1,5061,6006,2
Mineraldünger3,0013,0963

Faktoren für die Marktentwicklung

Als Gründe für die positive Umsatzentwicklung lassen sich diverse Faktoren aus der vergangenen Saison zurückführen:

  • Ein erhöhter Krankheitsdruck bei Kulturpflanzen bewirkte eine hohe Nachfrage im Bereich der Fungizide
  • Das EU-weite Verbot von neonikotinoider Beizen verstärkte die Nachfrage von Spritzanwendungen
  • Das starke Auftreten von Nacktschnecken führte zu einer hohen Nachfrage nach Molluskiziden
  • ...und mehr

"Das vergangene Jahr zeigt deutlich: Moderne Pflanzenschutzmittel sind für eine produktive Landwirtschaft unverzichtbar. Die Zahlen spiegeln den enormen Bedarf der Landwirte (...)", so IVA-Präsident Dr. Helmut Schramm.

Aktuelle Problematiken und zukünftige Hürden

Neben den positiven Marktentwicklungen wurden aktuelle Beschlüsse in den zuständigen EU-Gremien und die zunehmende, fehlende Akzeptanz der Endnutzer für die moderne Landwirtschaft thematisiert, die in den kommenden Jahren zu signifikaten Änderungen im bisherigen Markt führen werden.

"Wir müssen sicherstellen, dass wir unseren Kunden auch in Zukunft eine ausreichende Vielfalt wirksamer Lösungen anbieten können. Leider geht die gegenwärtige Ausrichtung bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln in der EU in die entgegengesetzte Richtung", so Schramm. Höherer bürokratischer Aufwand und eine erschwerte Produkteinführung von neuen Entwicklungen sind die Folge.

An den Endkunden gerichtet setzt der IVA in Zukunft verstärkt auf eine transparente Kommunikation und Aufklärung, in enger Zusammenarbeit mit den praktizierenden Landwirten. Beispielhaft nannte Schramm das im Frühjahr angelaufene Projekt "Schau ins Feld!" der Initiative der Pflanzenschützer. Bei dieser Aktion werden entlang von Rad- und Wanderwegen Spritzfenster angelegt, um die Auswirkung von Schädlingen und Krankheiten an Erzeugnissen für den Verbraucher sichtbar zu machen.


Mehr Informationen zur Jahrespressekonferenz des Industrieverband Agrar e.V. findet sie auf der Verbandswebseite unter www.iva.de