ALB bedroht Ahorn-Bestände in Nordamerika

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Der Asiatische Laubholzbockkäfer droht die Ahorn-Bestände in den USA und Kanada zu zerstören. Foto: Pixabay

Der nordamerikanische Kontinent fürchtet um seine Ahorn-Bestände. Medienberichten zufolge könnte der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB) in diesem Jahr die gesamte Ahornsirup-Produktion in den USA und Kanada gefährden.

Ahornsirup-Produktion für Kanada Milliardengeschäft

Der Schaden wäre immens: Wie das Magazin Farmer’s weekly berichtet, produziert allein Kanada jedes Jahr Ahornsirup im Wert von rund 315,5 Milliarden Euro. Die USA bringen pro Jahr Ahornsirup im Wert von knapp 106 Millionen Euro auf den Markt.

Hinzu kommen Einnahmen in Milliarden-Höhe aus dem Tourismus, denn das bunte Herbstlaub der Ahorn-Bäume lockt unter dem Schlagwort „Indian Summer“ zahlreiche Urlaubsgäste nach Nordamerika.

Asiatischer Laubholzbockkäfer größere Gefahr für Ahorn-Bäume als Klimawandel

Genau diese Einnahmequellen der beiden Staaten droht der Asiatische Laubholzbockkäfer jetzt zu zerstören. Der ALB sei eine größere Gefahr für die Ahorn-Bäume als der Klimawandel, so ein Ahornsirup-Produzent aus Michigan gegenüber Farmer’s weekly.

Sollte sich der Asiatische Laubholzbockkäfer in den nordamerikanischen Ahorn-Beständen mit ähnlicher Vehemenz ausbreiten wie seinerzeit der Ulmensplintkäfer, der die das Ulmensterben auslösenden Pilze überträgt, könnte das das Aus für die Ahornsirup-Industrie bedeuten, so die Einschätzung des Herstellers.

USA und Kanada versuchen Ausbreitung des Asiatischen Laubholzbockkäfers zu verhindern

Um die Ausbreitung des Asiatischen Laubholzbockkäfers in Nordamerika möglichst zu verhindern, wurden in den US-Bundesstaaten New York, Massachusetts und Ohio Ahorn-Plantagen mit einer Gesamtfläche von 797 Quadratkilometern als Quarantänezone ausgewiesen. Sechs nachgewiesene ALB-Befälle wurden in den USA bereits ausgerottet.

Auch Kanada hat bereits weitreichende Bekämpfungsmaßnahmen gegen den Asiatischen Laubholzbockkäfer eingeleitet. Allein die Provinz Ontario hat bereits knapp 20 Millionen Euro in die Ausrottung des Quarantäneschädlings gesteckt. Mit mäßigem Erfolg: Laut Farmer’s weekly tauchte der ALB nach vier Monaten erneut auf.

 
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