Pflanzenschutz

ALB-Befall: Quarantänezone in Weil am Rhein aufgehoben

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Die vom Asiatischen Laubholzbockkäfer (ALB) betroffene Quarantänezone rund um den Rheinhafen in Weil wurde aufgehoben. Nach dem Erstbefall im Jahr 2014 und einer mehrjährigen Kontrolle von Bäumen in unmittelbarer Nähe können seit dem 5. April Laubgehölze wieder in oder aus dem ehemaligen Quarantänegebiet transportiert werden.

Rund 32.000 Bäume wurden in den letzten Jahren auf den gefährlichen ALB-Schädling kontrolliert. Foto: Karl Hess

Auflösung der Quarantänezone

Da der letzte Fund bereits vier Jahre zurückliegt, wird die Allgemeinverfügung widerrufen und die Quarantänezone zur einstigen Bekämpfung des Asiatischer Laubholzbockkäfers in Weil am Rhein freigegeben. Laut Dezernent Michael Kaufmann im Landratsamt Lörrach entfallen alle in der Allgemeinverfügung enthaltenen Auflagen und der Transport von Laubgehölzen kann wieder uneingeschränkt stattfinden.

Im April 2016 hatte das Landratsamt Lörrach die aus dem Jahr 2014 geltende Allgemeinverfügung über Maßnahmen zur Bekämpfung des eingeschleppten Holzschädlings bis einschließlich März 2019 verlängert. Eine Verbreitung und Einbürgerung des gefährlichen Asiatischen Laubholzbockkäfers konnte so wirksam verhindert werden.

Auf Grundlage einer nationalen Leitlinie wurde über mehrere Jahre in Weil am Rhein und Haltingen eine Quarantänezone von zwei Kilometern um den zuerst befallenen Baum im Weiler Rheinhafen eingerichtet mit dem Ziel der Ausrottung des Käfers an den Punkten des Erstbefalls.

Kontrolle von 32.000 Bäumen durch Fachpersonal

Koordiniert wurde die Überwachung der in der Zone befindlichen Laubgehölze vom Fachbereich Landwirtschaft & Naturschutz des Landratsamts Lörrach in enger Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Freiburg und dem beauftragten Fachpersonal.

Zusammen mit speziell ausgebildeten Spürhunden wurden in den vergangenen Jahren durch die Inspekteure rund 32.000 städtische und private Laubgehölze regelmäßig vom Boden aus kontrolliert. Als zusätzliche Maßnahme ergänzten etwa 1.000 Baumkletterer zur Begutachtung der Baumkronen die Kontrollen.

Im Frühjahr 2015 konnte durch die intensive Überwachung eine weitere Pappelgruppe am Weiler Rheinhafen mit lebenden Larven des Käfers identifiziert werden. „Hätte man diesen Befall nicht rechtzeitig entdeckt und unschädlich gemacht, wären heute wahrscheinlich zahlreiche Bäume in Friedlingen und Umgebung betroffen“, ordnet Rolf Hess vom zuständigen Ressort Pflanzenschutz des Landratsamts Lörrach die Situation ein. Die damals betroffenen Laubgehölze wurden in einem Umkreis von 100 Metern abgeholzt und unter behördlicher Aufsicht gehäckselt und damit unschädlich gemacht.