Pflanzenschutz

ALB kostet Sachsen-Anhalt 1,13 Millionen

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Der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB) hat das Land Sachsen-Anhalt allein im vergangenen Jahr 1,13 Millionen Euro gekostet. Die hohen Kosten sind durch die notwendigen Maßnahmen zur Überwachung und Bekämpfung des Quarantäneschädlings entstanden, wie die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG) informiert.

Kostenintensiv: die Überwachung und Bekämpfung des Asiatischen Laubholzbockkäfers. Foto: Pixabay

Zu den Maßnahmen zählen unter anderem das Winter- und Sommer-Monitoring, ein intensives Kronen-Monitoring, der Einsatz von Spürhunden, die visuelle Kontrolle sowie das Monitoring mit Lockstofffallen. Diese Maßnahmen werden seit dem ersten Fund des Asiatischen Laubholzbockkäfers (Anoplophora glabripennis) am 21. August 2014 in Sachsen-Anhalt durchgeführt.

2017 keine Asiatischen Laubholzbockkäfer in den Lockstofffallen

Wie die LLG mitteilt, sind dafür allein im vergangenen Jahr Kosten in Höhe von rund 1,13 Millionen Euro angefallen. In den 263 eingesetzten Lockstofffallen wurden 2017 allerdings keine Asiatischen Laubholzbockkäfer mehr gefangen, woraus die Behörde schließt, dass die bereits bekannten Befallsherde inzwischen saniert werden konnten.

Auch das Befallsgebiet um Magdeburg-Rothensee hat sich im vergangenen Jahr nicht ausgeweitet, so die LLG. Weder die eingesetzten Lockstofffallen, noch das Monitoring oder die Spürhunde haben neue Befallsherde nachgewiesen.

Quarantänezone in den letzten drei Jahren gewachsen

Die Quarantänezone ist in den vergangenen drei Jahren seit dem ersten Fund des Asiatischen Laubholzbockkäfers anno 2014 von 12,6 auf 57,6 Quadratkilometer gewachsen. Insgesamt 44 Fundorte sind darin ausgewiesen, davon vier neue in 2017. Um die Fundorte wurden insgesamt 34 Fällzonen mit einer Gesamtfläche von 77,64 Hektar eingerichtet, in denen rund 8.800 Laubgehölze, Büsche und Hecken gefällt und vernichtet wurden.

Im laufenden Jahr will das Land Sachsen-Anhalt die Maßnahmen zur Überwachung und Bekämpfung des Asiatischen Laubholzbockkäfers in vollem Umfang fortführen.