Pflanzenschutz

ALB: Quarantänezone Feldkirchen vergrößert

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In Feldkirchen gibt es erneut Anzeichen für einen Befall mit dem Asiatischen Laubholzbockkäfer (ALB). Bei einer Routine-Kontrolle in der Quarantänezone haben Baumkletterer weitere Befallssymptome gefunden, meldet die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL). Als Konsequenz wird die Quarantänezone jetzt ins Münchner Stadtgebiet ausgeweitet.

Die charakteristischen Ausbohrlöcher weisen auf einen ALB-Befall hin. Foto: LfL Bayern

Feldkirchen: vier Bäume mit eindeutigen Befallszeichen des ALB

Wie die LfL schreibt, handelt es sich um vier Bäume, an denen jetzt eindeutige Befallszeichen des Quarantäneschädlings nachgewiesen wurden – an je einem Baum im Siegmund-Riefler- und dem De-Gasperi-Bogen sowie an zwei weiteren Bäumen im Riemer Wäldchen, nördlich der dortigen Landebahn. Sämtliche Fundorte liegen in der bereits bestehenden Quarantänezone Feldkirchen.

Die fraglichen Bäume wurden bereits gefällt. Entsprechend den Vorgaben wurden außerdem Holzproben entnommen und im Freisinger Quarantänelabor der LfL genauestens untersucht. Ebenso wird mit den spezifizierten Wirtspflanzen im Umkreis von 100 Metern verfahren, um eine weitere Ausbreitung des Asiatischen Laubholzbockkäfers im Osten Münchens zu verhindern.

ALB: Baumfällungen in Feldkirchen starten im Juli

Zur genauen Planung der jetzt nötigen Bekämpfungsmaßnahmen legt die LfL derzeit ein Baumkataster an. Nachdem die betreffenden Grundstückseigentümer informiert wurden, sollen die eigentlichen Baumfällungen ab Anfang Juli starten – zunächst im Riemer Wäldchen und anschließend im Gewerbegebiet. 

Darüber hinaus ist für den 16. Juni um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ebersberg zu den weiteren Bekämpfungsmaßnahmen geplant. Treffpunkt ist auf der Landebahn in Riem, östlich des De-Gasperi-Bogens.