Pflanzenschutz

Angriffsflächen vermindern, zum Beispiel mit mehr Transparenz

Einheitliche Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln, einheitliche Rückstandshöchstmengen in der Europäischen Union, umfassende und nachvollziehbare Transparenz bei der Zulassung und Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln sowie bei der Festlegung und Handhabung von Rückstandshöchstmengen! Hans-Dieter Stallknecht – Geschäftsführer des Bundesausschusses Obst und Gemüse – nannte diese Forderungen beim IVA-Symposium „Zulassung, Import und Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln”. Leider verlaufe der Prozess hin zu EU-einheitlicher Verfügbarkeit, identischen Anwendungsbestimmungen und einheitlichen Rückstandshöchstmengen sehr schleppend. Bis einheitliche neue europäische Spielregeln verabschiedet seien, wären konstruktive Verbesserungen bei der gegenseitigen Anerkennung von Pflanzenschutzmitteln nötig. Insbesondere die Pflanzenschutzindustrie und die Zulassungsbehörden seien in der Pflicht, praktikable und schnelle Wege aufzuzeigen. Der Dialog zwischen den EU-Mitgliedsstaaten für eine gegenseitige Anerkennung von Zulassungen wäre zu intensivieren. Damit Pflanzenschutzmittel mehr als bisher in der Öffentlichkeit akzeptiert werden, bedürfe es besserer Transparenz. Dies gelte unter anderem für die Bewertung der Wirkstoffe, Anwendungsgebiete, Anwendungsbedingungen sowie bei den Rückständen. Bei einheitlichen und transparenten Regelungen würde der Pflanzenschutz nach Meinung Stallknechts weniger Angriffsflächen bieten, als es heute der Fall sei.