Pflanzenschutz

Asiatischer Laubholzbockkäfer: Neuer Fund

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Nun hat es den Asiatischen Laubholzbockkäfer wohl auch ans Rheinufer verschlagen. Das Landratsamt Lörrach meldet einen Erstbefall in Grenzach-Whylen. Ein Weidenbaum am Rheinuferweg muss nun gefällt werden. Spürhunde hatten den Befall durch den Asiatischen Laubholzbockkäfer aufgedeckt.

In Grenzach-Whylen ermittelten die Behörden einen Erstbefall durch den Asiatischen Laubholzbocckäfer. Foto: LfL

Spürhunde entdecken Larve und Eihüllen

Zwei leere Eihüllen und eine Larve des Asiatischen Laubholzbockkäfers im Frühstadium blieben von den Spürhunden nicht unentdeckt. Fachleute werden den Baum, der nun gefällt werden muss, genau unter die Lupe nehmen. Gegebenenfalls müssen sie auch benachbarte Gehölze prüfen.

Grundbesitzer und Bürger sollen von der Gemeinde Grenzach-Wyhlen in den nächsten Tagen informiert werden, wie es nach dem Erstbefall mit dem Asiatischen Laubholzbockkäfer weitergehen wird. In München und Umgebung wurden mehr als 400 Bäume gefällt. Die Stadt kam für Entschädigungen der Baum- und Grundbesitzer auf. Nach festgestelltem Befall müssen Gehölze ab fünf Zentimetern Dicke gerodet werden, die sich im Umkreis von 100 Metern um den befallenen Baum befinden. Der Asiatische Laubholzbockkäfer in Deutschland und der EU als Quarantäneschädling.

Asiatischer Laubholzbockkäfer gefunden: Quarantänezone wahrscheinlich

Deshalb wird das zuständige Landratsamt Lörrach das Ausmaß des Befalls zuerst analysieren und dann eine Quarantänezone einrichten.  In diesem Zusammenhang weist das Landratsamt Lörrach darauf hin, Verdachtsfälle  unverzüglich dem Fachbereich Landwirtschaft und Naturschutz, Palmstraße 3, 79539 Lörrach, Telefon (07621) 410-4402 oder (07621) 410-4403 zu melden.

Unter Angabe des Absenders und des genauen Befallsortes kann der Pflanzenschutzdienst auch per E-Mail (landwirtschaft(at)loerrach-landkreis.de) kontaktiert werden. Sehr hilfreich sind dabei Fotos – auch digitale Bilder – von befallenem Holz, Käfern oder Larven. Wenn möglich, sollten verdächtige Käfer gefangen und in einem Glas aufbewahrt werden, damit sie von Fachleuten bestimmt werden können. Lebende Käfer können im Sommerhalbjahr von Mai bis Oktober auftreten.