Pflanzenschutz

Ausbau der Marktführung: Compo übernimmt Terrasan

Compo übernimmt die Terrasan Haus- + Gartenbedarf GmbH & Co. KG (Rain am Lech). Das teilte der Hersteller von Blumenerden, Dünge- und Pflanzenschutzmitteln mit Sitz im westfälischen Münster am vergangenen Mittwoch mit. Laut Compo steigt mit der Übernahme der Umsatz im Konsumentengeschäft um rund ein Drittel. 

Die Terrasan Haus- + Gartenbedarf GmbH & Co. KG in Rain am Lech. Werkfoto

Der Abschluss der Transaktion wird noch in diesem Jahr erwartet – die Genehmigung durch die zuständige Kartellbehörde steht allerdings noch aus. Über den Kaufpreis haben Compo und Terrasan indes Stillschweigen vereinbart. Bekannt wurde lediglich, dass die Übernahme ausschließlich mit frischem Eigenkapital finanziert werden soll. Dieses wird vorgestreckt von der Investmentgesellschaft Triton, die Compo 2011 von dem Dünger- und Salzunternehmen K+S gekauft hatte. Vor dem Verkauf hatte Compo einen Jahresumsatz von 402 Millionen Euro erwirtschaftet.

„Der entscheidende Vorteil der Übernahme von Terrasan ist die Erweiterung unseres bisherigen Produktportfolios und damit die Erschließung neuer Kundengruppen“, sagte Martin Bertinchamp, interimistischer CEO von Compo. Gleichzeitig will Compo durch die Transaktion sein internationales Vertriebs- und Produktionsnetzwerk stärken und seine marktführende Position in Europa weiter ausbauen.

Die 1925 gegründete und bislang inhabergeführte Terrasan vertreibt mit über 200 Mitarbeitern Dünger-, Rasensamen-, Erden- und Rindenprodukte sowie Insektizide in 15 europäischen Ländern, insbesondere in Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz. Zudem hat Terrasan Niederlassungen in Ungarn, Polen, Lettland  und der Tschechischen Republik und eröffnete zuletzt im März dieses Jahres eine moderne Produktion zur Herstellung torffreier Erden in Wien. Auch die Produktionskapazitäten am Stammsitz seien in den vergangenen Jahren fortwährend ausgebaut worden.

Terrasan und Compo sollen als Marken auch nach der Übernahme unabhängig voneinander fortgeführt werden, heißt es. Für Terrasan-Geschäftsführer und -Mitgesellschafter Hans-Jürgen Riehl, der im Zuge der Übernahme in die Compo-Geschäftsführung aufrückt, ist die Transaktion „ein strategisch logischer Schritt, von dem beide Unternehmen profitieren.“

Unabhängig von der Übernahme will Compo die Produktion am Standort Krefeld schnellstmöglich wieder aufnehmen. Der Kauf von Terrasan sei bereits längere Zeit vor dem Ende September ausgebrochenen Großbrand in dem Krefelder Werk beschlossen worden. (ts)