Pflanzenschutz

Baden-Württemberg: Rückstandsfreiheit von Bio-Obst erneut belegt

Bio-Obst aus Baden-Württemberg ist frei von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittelrückständen. Das ist das Ergebnis einer stichprobenartigen Untersuchung von Blattproben aus Obstkulturen wie Apfel, Birne, Erdbeere, Himbeere, Johannisbeere und Süßkirsche, die in diesem Jahr erstmals durchgeführt wurde. 

Damit sei laut dem Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg der verantwortungsvolle Umgang mit Pflanzenschutzmitteln im Bio-Obstbau belegt. „Dieser bildet die Grundlage für die Erzeugung sicherer ökologischer Lebensmittel“, sagte Verbraucherminister Alexander Bonde mit Blick auf das Untersuchungsergebnis. Das Monitoring soll den Angaben zufolge auch im nächsten Jahr als Ergänzung zur Lebensmittelüberwachung und speziell dem Ökomonitoring fortgesetzt werden.

In der ökologischen/biologischen Produktion dürfen im Pflanzenschutz nur sehr wenige Wirkstoffe natürlichen Ursprungs verwendet werden, etwa das aus dem Niembaum gewonnene Azadirachtin (Neem) zur Abwehr von Schädlingen und zur Pflanzenstärkung oder Schwefel gegen Apfelschorf. Chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel dürfen nicht eingesetzt werden.

Bei der Fachrechtskontrolle im Pflanzenschutz überprüfen die Unteren Landwirt-schaftsbehörden den sachgerechten Umgang mit Pflanzenschutzmitteln. In diesem Jahr wurden 27 Blattproben am Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) auf Rückstände an chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittelwirkstoffen untersucht. (ts/mlr)