Pflanzenschutz

BASF kauft Saatgutspezialist Becker Underwood

Die BASF plant zur Stärkung ihres globalen Pflanzenschutzgeschäftes, Becker Underwood für einen Kaufpreis von 1,02 Milliarden US-Dollar (785 Millionen Euro) zu erwerben. Das Unternehmen mit Sitz in Ames, Iowa, zählt den Angaben zufolge zu den weltweit führenden Anbietern von Technologien zur biologischen Saatgutbehandlung, Pigmenten und Polymeren für die Saatgutbehandlung sowie von Produkten für die Anwendungsfelder biologischer Pflanzenschutz, Gartenbau, Tierernährung und Landschaftsgestaltung. 

Vor allem bei Saatgutbeizen will BASF durch die Übernahme von Becker Underwood künftig in der Lage sein, innovative Lösungen für die Landwirtschaft zu entwickeln. Foto: BASF

Becker Underwood produziert laut Firmeninfo an zehn Standorten weltweit und beschäftigt 479 Mitarbeiter. BASF hat mit Norwest Equity Partners (NEP) eine Einigung über den Erwerb von Becker Underwood erzielt, das sich seit 2004 im Portfolio von NEP befindet. Der Kauf unterliegt noch der Zustimmung der zuständigen Behörden. Mit dem Abschluss der Transaktion wird bis Ende 2012 gerechnet.

„Becker Underwood soll nun ein Teil der BASF werden, und wir freuen uns, gemeinsam mit den neuen Kollegen unsere Kompetenzen weiter auszubauen. Vor allem im schnell wachsenden Markt für Saatgutbeizen werden wir in der Lage sein, innovative Lösungen für die Landwirtschaft zu entwickeln“, sagte Dr. Andreas Kreimeyer, Sprecher der Forschung und im Vorstand der BASF zuständig für das Segment Agricultural Solutions.

Für das am 30. September 2012 endende Geschäftsjahr von Becker Underwood wird ein Umsatz von 240 Millionen US-Dollar (185 Millionen Euro) erwartet. Im Zuge der Akquisition will der BASF-Unternehmensbereich Crop Protection eine globale Geschäftseinheit Functional Crop Care schaffen. Darin sollen die Forschungs-, Entwicklungs- und Marketingaktivitäten in den Gebieten Saatgutbehandlung, biologischer Pflanzenschutz, Pflanzengesundheit, Wasser- und Nährstoffmanagement mit denen von Becker Underwood gebündelt und so weiter gestärkt werden. Das Geschäft für Tierernährung wird in den Unternehmensbereich Nutrition & Health integriert.

Nach Erhalt der notwendigen rechtlichen Genehmigungen soll der Großteil des Geschäftes in den BASF-Unternehmensbereich Crop Protection integriert werden. Dieser erzielte 2011 einen Umsatz von rund 4,2 Milliarden Euro und erwartet nach eigenen Angaben auch für 2012 wieder sehr gute Ergebnisse. (ts)