Pflanzenschutz

Baumschulen: Guter Absatz und steigende Preise in Schleswig-Holstein

Ein überaus positives Fazit zog der Vorsitzende des Landesverbandes Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen auf der Jahreshauptversammlung Mitte Dezember 2007 für das vergangene Jahr: guter Absatz, lebhafter Umsatz und leicht steigende Preise. Die große Hitze und Trockenheit beeinträchtigte im Frühjahr, beispielsweise die Auflaufergebnisse der Sämlinge, blickte er zurück. Der extrem nasse und sonnenarme Sommer führte in einigen Bereichen zu quartierweisen Ausfällen. Das Angebot wird kurz- und mittelfristig in vielen Bereichen deutlich geringer ausfallen als geplant, ist Stodt überzeugt. Gerade in Bezug auf Düngung und Pflanzenschutz mussten die Betriebsleiter alle Register im vergangenen Jahr ziehen. Trotz dieser ungünstigen Bedingungen in Holstein seien aber wieder gute bis sehr gute Qualitäten herangewachsen. Die Holsteiner Baumschulbetriebe hätten der Versandzeit optimistisch entgegengesehen - und seien nicht enttäuscht worden. Ein wichtiges Thema für die Schleswig-Holsteiner wird 2008 die Landesgartenschau in Schleswig sein (25.April. bis 5.Oktober). Das Ziel sei, so Stoldt, den anvisierten 600.000 Besucher zu zeigen, was "Grün" alles kann. Stoldt wünscht sich, dass die Gesellschaft die Bedeutung der Baumschulen für die Klima- und Umweltpolitik erkennt. Er fasste dies unter dem Motto "Mehr Bäume braucht das Land!" zusammen und forderte eine Quote für Grün bei öffentlichen Bauprojekten (wie "Kunst am Bau") und eine Intensivierung der Forschung in resistente und tolerante Gehölzsorten. Auch Dr. Christian von Boetticher, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein, sprach von einem positiv zu Ende gehenden Baumschuljahr 2007. Allerdings, so der Minister, müssten sich die Betriebe auf viele neue Herausforderungen einstellen: Von Boetticher nannte die hohen Energiekosten ebenso wie den Klimawandel, der auch hierzulande bereits spürbar sei. "Klimatologen sagen beispielsweise voraus, dass wir uns auf häufigere Extremwetterlagen, wie die Starkregenfälle dieses Sommers, einstellen müssen", so der Minister. Besonders die Jungpflanzenbetriebe hatten aufgrund der hohen Niederschläge im Juli 2007 Ertragsausfälle bis hin zu Totalverlusten von Jungpflanzen zu beklagen. Sehr erfreut äußerte sich von Boetticher zu dem Engagement der Baumschuler und der gesamten Gartenbaubranche für die erste Landesgartenschau 2008 in Schleswig: "Sie haben Wort gehalten und unterstützen die Vorbereitungen mit beispielhaftem Einsatz".