Pflanzenschutz

Beratung des Kunden

"Biologisch Gärtnern" war das Thema beim ersten Seminar der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. (DGG) unter dem Oberbegriff "Gesundheit wächst im Garten" beim Julius-Kühn-Institut für Kulturpflanzenforschung in Berlin-Dahlem (siehe auch nebenstehender Beitrag). Diesem Auftakt sollen künftig jährlich Fachvorträge auf bleibend hohem Niveau folgen. Der Freizeitgartenbau tendiert deutlich zu biologischen Pflanzenschutzmitteln. "Wir müssen versuchen, es ohne Chemie zu schaffen", appelliert DGG-Präsident Karl Zwermann an die Freizeitgärtner in Deutschland: "Was im Bio-Anbau möglich ist, sollte auch im Kleingarten ausreichend sein!" Deshalb will die DGG in ihrer Arbeitsgruppe das Thema biologischer Pflanzenschutz vorantreiben und hat im JKI, dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, einen kompetenten Partner dafür gefunden. Neben den Lücken im biologischen Pflanzenschutz stellen die Verantwortlichen in den Verbänden und den Herstellerfirmen auch erhebliche Beratungsdefizite beim Kunden fest. Es häufen sich teils äußerst simple Fragen hinsichtlich Pflanzenschutz und Vorbeugemaßnahmen im Haus- und Kleingarten. Deshalb will die DGG auch über ihre Mitgliedsverbände appellieren, die Fachberatung noch mehr zu fördern und möglichst direkt beim Anwender anzubringen. Gleiches sollte für Behörden gelten. Hier allerdings zeichnet sich in den Ländern der Trend ab, Fachberater nicht mehr zu ersetzen. Die DGG-Arbeitsgruppe hat ein Arbeitspapier zum biologischen Pflanzenschutz im Haus- und Kleingarten vorgelegt.