Pflanzenschutz

Bilanz 2008: Deutsches Obst und Gemüse wenig belastet

Deutsche Lebensmittel schneiden hinsichtlich ihrer Belastung mit Pflanzenschutzmitteln besser als andere europäische Herkünfte oder Waren aus Drittländern ab. Darauf weisen die Bundesfachgruppe Obst und Gemüse (BOG) und der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) hin und berufen sich auf den Jahresbericht 2008 der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).

In die Auswertung der Kontrolleure gingen den Angaben zufolge mehr als 70.000 Proben von 200 verschiedenen Lebensmitteln ein, davon 11.610 Obst- und Gemüseproben. Erfreulich ist laut BOG, dass der darin enthaltene Anteil der Proben, die keinerlei messbare Pestizidrückstände enthielten, auf 62,1 Prozent angestiegen ist. In den Jahren von 2005 bis 2007 betrug er noch zwischen 52,7 und 58 Prozent.

Von den gut 70.000 Proben lagen 96,5 Prozent unter den gesetzlich erlaubten Grenzwerten. Bei Ware aus der EU haben, so der RLV, 2,4 Prozent der Proben Überschreitungen aufgewiesen, bei Ware aus Deutschland nur 1,9 Prozent. In Lebensmitteln, die aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführt wurden, wurden laut BOG mehr über den Grenzwerten liegende Pestizidrückstände gefunden, nämlich 7,6 Prozent. Mit der in den EU-Mitgliedstaaten eingesetzten Überwachungsmethode können bis zu 862 verschiedene Pflanzenschutzmittel nachgewiesen werden.