Pflanzenschutz

Biodiversität: Hohe Artenvielfalt auf Energieholzflächen

Der Anbau von Energieholz ist vorteilhafter für den Bodenhaushalt und die Biodiversität als die Erzeugung landwirtschaftlicher Energiepflanzen wie Raps oder Mais. Zu diesem Ergebnis kommen das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Projekt „Novalis“ und eine breit angelegte Literaturstudie im Auftrag des Naturschutzbundes Deutschland. Gründe hierfür sind beispielsweise die längere Bodenruhe, der geringere Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln sowie die geringere Eingriffsintensität. Das Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI) untersuchte in diesem Rahmen die Pflanzenartenvielfalt in Energieholzbeständen mit Pappeln auf acht Standorten in Norddeutschland. Dabei fanden die Wissenschaftler heraus, dass Bestände mit nur 400 bis 800 Quadratmeter Größe bereits fast alle Gefäßpflanzenarten größerer Bestände beherbergen. Die positiven Wirkungen auf die Artenvielfalt zeigen sich vor allem dann, wenn homogene Energieholzflächen nur wenige Hektar umfassen, die Umtriebszeit variiert wird, unterschiedliche Baum- oder Klonsorten zum Einsatz kommen und Pflanzenschutzmittel nicht oder nur im dringend benötigten Umfang eingesetzt werden.