Buchtipp: Pflanzenkrankheiten, die die Welt beweg(t)en

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Unterhaltsam, spannend und fundiert: das Buch „Pflanzenkrankheiten, die die Welt beweg(t)en“. Cover: Springer

„Acid, Sex and Rock‘n‘Roll“ und „Latex aus Löwenzahn“ sind Kapitelüberschriften, die man auf den ersten Blick nicht einem Pflanzenschutzbuch zuordnen würde. Aber das neue Buch „Pflanzenkrankheiten, die die Welt beweg(t)en“ ist auch kein gewöhnliches Fachbuch. 

Fachkundiger Blick in die Historie der Pflanzenkrankheiten

Der Autor Prof. Thomas Miedaner, Leiter der Hohenheimer Landessaatzuchtanstalt, versteht es, einen sehr unterhaltsamen, informativen und gleichzeitig außerordentlich fachkundigen Blick in die Historie unserer Pflanzenkrankheiten zu werfen und einen Bogen bis zu deren heutiger Bedeutung und neuen Methoden der Erkennung und Bekämpfung zu spannen. Und das ganze ohne Fach-Chinesisch oder Fachsimpelei.

Stattdessen erläutert es Fachbegriffe erzählend, verständlich und einprägsam. Und so erfährt der Leser, warum kein Kaffee mehr aus Ceylon kommt (Kaffeerost) und dass die Weltwirtschaft in Sachen Kautschuk von Asien abhängig ist (Autoindustrie und Kondome). Und dass wahrscheinlich schon der erste Weihnachtsstern, den der Deutsche Paul Ecke damals fand, mit Phytoplasmen infiziert war.

Buch für alle, die mit Pflanzen zu tun haben

Ein unglaublich gut zu lesendes, unterhaltendes und spannendes Buch, mit Hingabe und Fundament geschrieben, das auch einen Quereinstieg in einzelne Kapitel jederzeit problemlos möglich macht. Für jeden geeignet, der mit Pflanzen zu tun hat – ob Fachmann oder interessierter Hobbyist.

„Pflanzenkrankheiten, die die Welt beweg(t)en“, Springer 2017, geb., 274 Seiten, viele Farbfotos und Farbgrafiken sowie weiterführende Literaturhinweise zu jedem Kapitel; 19,99 Euro, ISBN 178-3-662-49903-0.

 
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