Pflanzenschutz

DBV: Faktische Bewertung bei Glyphosat-Zulassung nötig

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Kurz vor der Entscheidung der EU-Mitgliedstaaten über die Wiederzulassung von Glyphosat hat sich erneut der Deutsche Bauernverband (DBV) zu Wort gemeldet.

Die strengen Verfahren bei der Glyphosat-Zulassung werden laut DBV nicht wahrgenommen. Foto: Wylezich/Fotolia

In den Verfahren, die nach umfangreichen Prüfungen über die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln in der EU entscheiden, gelten nur anerkannte wissenschaftliche Kriterien. Diese würden jedoch nicht wahrgenommen, deshalb sei eine Rückbesinnung auf eine faktenbasierten Bewertung bei der Wiederzulassung von Glyphosat in Deutschland nötig, so der DBV. Nach Ansicht des Verbandes hätte alles andere „fatale Folgen“ für die Akzeptanz der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln sowie für den Innovationsstandort Deutschland.

Außerdem fordert der Bauernverband in der aktuellen Diskussion über Glyphosat eine klare Trennung zwischen Agrarpolitik und der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln. Die emotionsgeladene Debatte um den Wirkstoff wecke bei den Verbrauchern Ängste, die im Widerspruch zu den Bewertungen der deutschen Behörden gegenüber der EU-Kommission stehen würden.

Ein Verbot von Glyphosat in der landwirtschaftlichen Bodenbearbeitung würde zu verstärktem Pflugeinsatz führen. In Hinblick auf eine nachhaltige und umweltschonende Landbewirtschaftung sollte dieser jedoch vermieden werden.