Pflanzenschutz

Downloads: Neue Referenzwerte für Rückstände von Perchlorat

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Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat neue vorläufige Referenzwerte für Perchlorat-Rückstände in Lebensmitteln festgelegt. Auf Perchlorat wird seit 2013 verstärkt untersucht, nachdem im Erntegut verschiedener Gemüsearten erhöhte Rückstände dieser Chemikalie gefunden wurden. 

Seit 2013 wird verstärkt auf Perchlorat untersucht. Foto: Fotolia/Markus Bormann

Perchlorat kann die Aufnahme von Jod hemmen

Der Stoff kann natürlichen Ursprungs sein (etwa aus Düngemitteln), aber auch über industrielle Abwässer und Chlorierung des Trinkwassers auf Nahrungsmittel gelangen. Da Perchlorat die Aufnahme von Jod in die Schilddrüse hemmen kann, wird dieser Stoff als kritisch bei entsprechenden Risikogruppen gesehen. Festgelegte Höchstgehalte für diesen Stoff lagen bis 2013 nicht vor.

Die EU hat daher in 2013 Übergangswerte festgelegt. Sie gelten für den innergemeinschaftlichen Warenverkehr. Diese Werte sind jedoch als vorläufig deklariert und sollen solange gelten, bis durch die Europäische Gesundheitsbehörde eine wissenschaftliche Bewertung ausgearbeitet worden ist. Diese entsprechende Risikobewertung liegt seit Oktober 2014 vor.

Bisherige Perchlorat-Referenzwerte nicht ausreichend

Aufgrund dieser Risikobewertung gehen die Behörden davon aus, dass die bisherigen Referenzwerte zu den Perchloratgehalten in Lebensmitteln, aus Gründen des gesundheitlichen Verbraucherschutzes, nicht ausreichend sind und soweit wie möglich abgesenkt werden müssen.

Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat daher neue vorläufige Referenzwerte festgelegt, die ab dem 16. März 2015 gelten. Eine Übersicht finden Sie unten stehend zum Download. (Quelle: Johannes Keßler, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Pflanzenschutzdienst)