Pflanzenschutz

EHEC-Erreger sitzen auf spanischen Gurken

Das Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt (HU) der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) hat Salatgurken aus Spanien als Träger der gefährlichen EHEC-Erreger identifiziert. Gut für die deutschen Erzeuger, die damit erstmal aus der Schusslinie sind.

Allerdings sind die Infektionswege des gefährlichen Darmbakteriums immer noch nicht geklärt . . .

Auf Anfrage der Fachgruppe Gemüsebau im Zentralverband Gartenbau (ZVG) bei der BGV stammen alle belasteten Proben aus der Umgebung von Malaga, Spanien. Bei drei Gurken aus Spanien sei der Erreger eindeutig festgestellt worden. Die Ergebnisse sollten bei weiteren Messungen überprüft werden. Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) sieht sich durch bisherige Ergebnisse der laufenden Untersuchungen bestätigt, dass die Produktionsmethoden der deutschen Gärtnerinnen und Gärtner zuverlässig sind. So werden Tomaten und Gurken im professionellen Anbau unter Glas angebaut. Zudem wird keine Gülle auf die Kulturen im Gemüse- und Obstbau aufgebracht.

Im Sinne der Betroffenen und vor dem Hintergrund der Gefahr weiterer Ansteckungen und auch um die heimische Produktion zu schützen, sei es dringend erforderlich, so fordert der ZVG, den Ursprung für die EHEC-Krankheitsfälle zu lokalisieren und lückenlos aufzuklären. Derzeit werden weitere Möglichkeiten der Infektionswege von den Behörden mit Hochdruck überprüft. QS Qualität und Sicherheit GmbH in Bonn hat eigene Analysen, auch auf Anregung des Berufsstandes und der Fachgruppe Gemüsebau im ZVG, in Auftrag gegeben. Die ersten Ergebnisse liegen voraussichtlich am morgigen Freitag in anonymisierter Form vor.

Der Berufsstand sieht es nach wie vor als oberste Priorität an, einwandfreie Ware für die Bürgerinnen und Bürger zu produzieren und zur Verfügung zu stellen. Der Gesundheitswert von frischem Obst und Gemüse sei unbestritten, so Gerhard Schulz weiter, und dürfe auch über die tragischen aktuellen Ereignisse nicht in Frage gestellt werden.