Pflanzenschutz

Eichenprozessionsspinner: Brandenburg setzt Helikopter zur Bekämpfung ein

In Brandenburg wird der gefürchtete Eichenprozessionsspinner derzeit auch aus der Luft bekämpft. Am Dienstagmorgen konnte Brandenburgs Forstminister Jörg Vogelsänger den ersten Start für den Helikopter freigeben, der das Bekämpfungsmittel Dipel ES über von Eichenprozessionsspinnern befallenen, größeren Eichenbeständen im Havelland versprüht, informiert das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft. 

Gefährliche Schädlinge: Eichenprozessionsspinner. Foto: Torsten Rauhut/Fotolia.com

Im Zeitraum vom 6. Mai bis 10. Juni wird eine Schädlingsbekämpfung von Waldflächen mit dem Pflanzenschutzmittel Dipel ES durch Befliegung mit Hubschraubern durchgeführt, heißt es weiter. Unter Federführung des Brandenburger Forstministeriums wurde 2012 eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die unter anderem beim Bund die Zulassung und Beschaffung von Dipel ES zur wirksamen Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in Brandenburg erwirkt hat. Laut Information wurden inzwischen 18.000 Liter des Präparates angeschafft.

Die vermutlich durch den Klimawandel begünstigte Zunahme des Eichenprozessionsspinners habe in den letzten Jahren erhebliche Probleme verursacht. So stieg die von Fraßschäden betroffene Waldfläche in Brandenburg von unter 1.000 Hektar (2008) auf fast 4.000 Hektar (2011) an. In diesem Jahr sollen laut Ministerium 9.000 Hektar Wald bekämpft werden. Hinzu kommen Flächen in den Kommunen.

Das Brandenburger Forstministerium stellt über seine Internetseite weitere Informationen zum Eichenprozessionsspinner ins Netz. Schwerpunkte sind hier insbesondere Mittel und Methoden zur Bekämpfung, die Bekämpfung im Wald, die Bekämpfung in Siedlungsgebieten, an Straßen und auf privaten Grundstücken sowie Gesundheitsschutz. Im Text der Allgemeinverfügung des Landesbetriebs Forst Brandenburg sind auch die Gebiete dargestellt, die beflogen werden sollen.

Am meisten betroffen sind in Brandenburg die Landkreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Havelland, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming, in weiten Teilen auch Oberhavel. Zwischen dem Landesbetrieb Forst und den betroffenen Landkreisen und Kommunen werden die Einsätze abgestimmt. Neu ist deshalb auch die Liste der Ansprechpartner in den Kreisen. (mil/ts)