Pflanzenschutz

EP-Umweltausschuss: Zonale Zulassung von Pflanzenschutzmitteln abgelehnt

Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments widersetzte sich in seiner Sitzung am 11. September einer Harmonisierung der Pflanzenschutzmittelzulassung in Europa. Nach dem Willen des Ausschusses soll die nationale Zulassung auch in Zukunft mit allen ihren Wettbewerbsverzerrungen und -benachteiligungen im Vordergrund stehen. Für den Zentralverband Gartenbau (ZVG) betont Präsident Heinz Herker in einer ersten Reaktion, dass dieser "Rückfall in nationalen Eigensinn" den heutigen Anforderungen des Binnenmarktes in keiner Weise gerecht werde und ihn im Gegenteil konterkariere. Notwendig sei es, wie der ZVG vielfach gefordert habe, mit Hilfe der zonalen Zulassung (siehe auch TASPO 16/07) als Zwischenschritt zu einer europäischen Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, die Verfügbarkeit von geprüften und sicheren Mitteln zu verbessern und damit auch dem Verbraucherschutz zu helfen. Wie auch die Abgeordneten des Europa-Parlamentes, Christa Klaß und Anja Weisgerber, betonen, bringe es nichts, wenn in Deutschland streng entschieden werde und die Nachbarn dagegen großzügiger seien, aber alle Produkte auf den Tischen der Verbraucher landeten. Herker warnte, dass mit den Entscheidungen des Umweltausschusses bestehende Wettbewerbsverzerrungen in der EU weiter zementiert würden. Nachdrücklich fordert der ZVG eine Korrektur des Votums durch das Plenum des Europäischen Parlaments.