Pflanzenschutz

EU legt Bericht zu Pestizidrückständen vor

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Die European Food Safety Authority (EFSA) hat die Auswertung ihres Kontrollprogramms zu Pestizidrückständen in Lebensmitteln veröffentlicht. Demnach lagen im untersuchten Zeitraum 98 Prozent der Proben innerhalb der vorgegebenen Grenzwerte. Überschreitungen waren vor allem bei Erdbeeren deutlich.

Der Großteil der untersuchten Proben bewegte sich innerhalb der gesetzlich zugelassenen Werte. Symbolfoto: Franz W./ Pixabay

98 Prozent der Proben im gesetzlichen Rahmen

Bei dem Kontrollprogramm konzentrierte sich die EFSA auf häufig in der EU konsumierte Produkte, bei denen es sich um Äpfel, Kopfkohl, Kopfsalat, Pfirsiche, Spinat, Erdbeeren, Tomaten, Hafer, Gerste, Wein (rot und weiß), Kuhmilch und Schweinefett handelte. Insgesamt wurden in dem EU-koordinierten Kontrollprogramm EUCP 12.579 Proben untersucht, von denen 98 Prozent innerhalb der gesetzlich zulässigen Werte lagen.

  • 53 Prozent (6.674 Proben) waren frei von quantifizierbaren Pestizidrückständen
  • 45 Prozent (5.664 Proben) enthielten Rückstände von einem oder zwei Stoffen, die die zulässigen Grenzwerte nicht überschritten
  • 2 Prozent (241 Proben) enthielten Rückstände, die über den gesetzlichen Grenzwerten lagen, bei einem Prozent führte dies gar zu rechtlichen Schritten

Vergleich der Überschreitungsraten zu 2016

Innerhalb von drei Jahren überprüft das Programm vergleichbare Warenkörbe, um Pestizidrückstände bestimmter Produkte zu ermitteln. Die letzte Überprüfung fand im Jahr 2016 statt, so dass die aktuellen Zahlen auf das Jahr 2019 zurückzuführen sind. Im Vergleich zum vorherigen Zeitraum sank die Überschreitungsrate bei Pfirsichen (von 1,9 Prozent auf 1,5 Prozent), Kopfsalat (von 2,4 Prozent auf 1,8 Prozent), Äpfeln (von 2,7 Prozent auf 2,1 Prozent) und Tomaten (von 2,6 Prozent auf 1,7 Prozent). Allerdings war in einigen Produktgruppen auch ein Anstieg der Übersteigungsrate zu beobachten. Ganz besonders auffällig war dieser bei Erdbeeren, wo die Überschreitungsrate von 1,8 Prozent auf 3,3 Prozent stieg. Auch bei Kopfkohl (von 1,1 Prozent auf 1,9 Prozent) und Weintrauben (von 0,4 Prozent auf 0,9 Prozent) war ein Anstieg zu beobachten.

Wahrscheinlich kein Problem für die Gesundheit

Zusätzlich zu den Stichproben führte die EFSA führte im Rahmen ihrer Analyse der Ergebnisse eine Bewertung des ernährungsbedingten Risikos durch. Für den entsprechenden Zeitraum 2019 ergab diese Risikobewertung, dass die analysierten Lebensmittel wahrscheinlich kein Problem für die Gesundheit der Verbraucher darstellen. Des Weiteren gab die EFSA zusätzlich Empfehlungen ab, um die Effizienz der europäischen Kontrollsysteme zu erhöhen und so weiterhin ein hohes Verbraucherschutzniveau zu gewährleisten.

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