Pflanzenschutz

EU-Pflanzenschutz: Was gilt ab wann?

Europa hat seine Pflanzenschutz-Politik neu geregelt. Am 13. Januar verabschiedete das Parlament eine Verordnung über die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln und eine Richtlinie für deren Anwendung. Neue Elemente in der Zulassungsverordnung sind:

die Einführung gefahrenbedingter Ausschlusskriterien ("cut offs") für Wirkstoffe und Zusatzstoffe, die Bestimmung zu ersetzender Wirkstoffe auf EU-Ebene, die zonale Zulassung und gegenseitige Anerkennung von Zulassungen und die Lückenindikation. In der neuen Zulassungsverordnung konnten für die so genannten Lückenindikationen wesentliche Verbesserungen aufgenommen wurden. Häufig treten Lücken nicht aufgrund fehlender Wirkstoffe auf, sondern weil aus wirtschaftlichen Gründen von Pflanzenschutzmittelunternehmen keine Zulassungen für so genannte Kleinkulturen beantragt werden. Durch die verpflichtende gegenseitige Anerkennung sei davon auszugehen, dass Zulassungen auch in Kleinkulturen für Unternehmen interessanter werden, was zu einer besseren Zulassungssituation führen wird, so lauten die Hoffnungen auch für die Gärtner. Welche weiteren Konsequenzen sich aus der neuen Verordnung ergeben und welche Mittel davon betroffen sind, lesen Sie ausführlich in der TZASPO 16/09.