Pflanzenschutz

Forschungsprojekt will Esche retten

, erstellt von

Das Verbundprojekt zur Rettung der Esche ist bisher einzigartig. Forscher sollen den Baum vor dem aggressiven Pilz Hymenoscyphus pseudoalbidus schützen. Der Schaderreger aus Japan beeinträchtigt die Wasserzufuhr, lässt Blätter welken und führt zum Triebsterben.

Pilzbefall: Gesunde Eschen sieht man in deutschen Wäldern nur noch selten.

Beinahe alle Eschen vom Triebsterben betroffen

Wie das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern meldet, sind nahezu alle Eschen landesweit vom Triebsterben betroffen. Über die Hälfte aller Bestockungen seien bereits abgestorben.

Nun versucht ein Forscherteam der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern und des Thünen-Instituts für Forstgenetik, Eschen zu identifizieren, die besonders resistent gegen den Pilz sind. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass nur ein Prozent des Gesamtbestandes die gesuchte Eigenschaft aufweist.

Mit resistentem Saatgut neue Eschen im Baumschulen ziehen

Dank dieser Pflanzen soll eine Samenplantage entstehen, die das Saatgut für die Aufzucht der Pflanzen in den Baumschulen bereitstellt. Befallene Bäume können an der Verbuschung und veränderten Zweigstruktur in der Krone erkannt werden. Eine direkte Bekämpfungsmethode des Pilzes gibt es nicht. Inzwischen werden kaum noch Eschen ausgesät, da Jungpflanzen besonders anfällig für den Schaderreger sind und er laut Ministerium in allen Wäldern heimisch ist.

Das Forschungsprojekt ist vorerst auf drei Jahre befristet. 750.000 Euro schießt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) nach dem Förderschwerpunkt „Nachhaltige Waldwirtschaft“ durch die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) zu.