Pflanzenschutz

„Gelber Drache“ befällt Citrusfrüchte

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Vor allem in Florida fühlt er sich derzeit heimisch: Der „Gelbe Drache“. Zum Leidwesen der Plantagenbesitzer, die Citrusfrüchte anbauen, ist er keine Fantasiegestalt, sondern eine bakterielle Krankheit, die die Ernte um bis zu zwei Drittel vermindern könnte. Schützenhilfe bekommt er von einer asiatischen Fliege. Guter Rat und Gegenmaßnahmen sind nun teuer.

Für Citrusfrüchte zunehmend ein Problem: Die Asiatische Citrus Psyllide überträgt die Krankheit Gelber Drache. Foto: Bayer CropScience

„Gelber Drache“ kooperiert mit „Asiatischer Citrus Psyllide“

Wie Bayer CropScience mitteilt, müssten 2,3 Millionen Bäume im Jahr gepflanzt werden, um den Schaden auszugleichen, den der „Gelbe Drache“ Citrusfrüchten zufügt. „Wenn sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten, werden die Ernteerträge Floridas für die Saison 2014/2015 nur rund 90 Mio Boxen betragen. Vor zehn Jahren waren es noch 242 Mio Boxen“, erklärt Kai Wirtz, Global Crop Manager Fruit bei Bayer CropScience.

Verantwortlich für die Übertragung der bakteriellen Krankheit ist das Insekt „Asiatische Citrus Psyllide“. Der Schädling besticht durch seine Winzigkeit und den besonders geringen Zeitrahmen, den er braucht, um sich zu vermehren. „Bis sich aus einem Ei ein erwachsenes Tier entwickelt, vergehen nur 17 Tage“, erklärte Wirtz. Bereits die Nymphen, die Jungtiere, können die Krankheit übertragen. Sobald sie die Pflanzensäfte eines infizierten Baumes aufsaugen, schleppen sie die Bakterien (Candidatus
Liberibacter
) weiter zum nächsten Baum.

Citrusfrüchte durch Pflanzenschutzmittel und Nützlinge bewahren?

Nun suchen Unternehmen und Plantagenbesitzer für Citrusfrüchte nach einer Strategie, um die bakterielle Krankheit zu bekämpfen. Neben Pflanzenschutzmitteln stehen auch Nützlinge wie eine besondere Wespenart auf der Liste möglicher Gegenmaßnahmen.  

Ist ein Baum vom „Gelben Drachen“ befallen, vergilben die Blätter, die Früchte reifen nicht und schmecken bitter, die Wurzeln faulen. Dann stirbt der Baum nach wenigen Jahren ab. In den USA wird die Krankheit auch „Citrus Greening“ genannt. Bisher gibt es noch keine Behandlungsmöglichkeit. Der „Gelbe Drache“ ist seit zehn Jahren bekannt und stammt eigentlich aus Asien.