Pflanzenschutz

Glyphosat: EFSA gibt Rohdaten frei

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Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA hat jetzt die Rohdaten freigegeben, die bei der EU-Sicherheitsbewertung von Glyphosat verwendet wurden. Diese wurden laut EFSA einer Gruppe von Abgeordneten des Europäischen Parlaments übermittelt, die einen offiziellen Antrag auf Einsicht in die Daten gestellt hatte.

Glyphosat kommt unter anderem in der Landwirtschaft zum Einsatz. Foto: hpgruesen/Pixabay

Die freigegebenen Informationen umfassen die Rohdaten aller Studien zu Genotoxizität (Schädigung der Erbsubstanz) und Karzinogenität, die bei der Glyphosat-Bewertung herangezogen wurden. Zusammen mit der EFSA-Schlussfolgerung und den Referenzunterlagen (über 6.000 Seiten) liefern die Rohdaten nach Ansicht der EU-Behörde genügend Informationen für eine vollständige und unabhängige Kontrolle der EU-Bewertung.

EFSA: Transparenz der Glyphosat-Bewertung erhöhen

„Die EFSA bekennt sich nachdrücklich zur Offenheit bei ihren Risikobewertungen und begrüßt diese Gelegenheit, die Transparenz der Glyphosat-Bewertung zu erhöhen“, so Guilhem de Seze, Leiter der Abteilung Wissenschaftliche Bewertung regulierter Produkte der EFSA.

De Seze zufolge prüft die EFSA noch die jüngsten rechtlichen Entwicklungen im Umfeld der Offenlegung von Daten. „Einstweilen sind wir jedoch damit zufrieden, dass wir mit dem, was wir freigeben, unserer Verantwortung zu Transparenz und dem Recht der Öffentlichkeit auf Information entsprechen und gleichzeitig unsere Verpflichtungen in Bezug auf den Schutz wirtschaftlich sensibler Informationen erfüllen.“