Glyphosat: so wenig wie möglich, so viel wie nötig

0

In Österreich wird stellenweise Glyphosat angewendet, speziell in tieferen Lagen ist der Konkurrenzdruck für junge Bäume durch Gräser, Rubus-Arten und Sträucher zu groß ist.

In Österreich haben Proben aus einem Kärntner Forstbestand für Wirbel gesorgt. Nun weißt die Landwirtschaftskammer darauf hin, dass Glyphosat nur kleinflächig und fallweise in den Wäldern angewendet wird.

Wirkstoff Glyphosat in Forstbeständen nur kleinflächig angewendet

„Entgegen der aktuellen unseriösen Panikmache wird der Wirkstoff Glyphosat nur kleinflächig und fallweise als wichtiges Hilfsmittel für den Waldbau angewandt. Es gibt in der Forstwirtschaft - zum Teil auch aus Gründen des Klimawandels - Regionen und Flächen mit aufgelichteten Waldbildern, sei es durch Borkenkäfer oder Stürme. Speziell in tieferen Lagen ist der Konkurrenzdruck durch Gräser, Rubus-Arten und Sträucher so groß, dass eine Waldverjüngung ohne entsprechende Hilfsmittel schwierig bis unmöglich ist“, zitiert aiz.info eine Stellungnahme der Landwirtschaftskammer Österreich und der Land&Forst Betriebe.

Sie reagieren mit dem Statement auf die Forderung einer Umweltorganisation, den Einsatz glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel im Wald zu verbieten. Proben, die in einem Kärtner Forstbestand entnommen worden waren, förderten Rückstande des Wirkstoffes auf wild wachsenden Himbeeren zu Tage.

Glyphosat: „Wir handeln nach dem Prinzip: So wenig wie möglich, so viel wie nötig“

„Wir handeln nach dem Prinzip: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Denn der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Forstwirtschaft passiert grundsätzlich nur kleinflächig, punktuell und anlassbezogen auf Basis der entsprechenden gesetzlichen Vorschriften. Das Forstgesetz verlangt, dass Kahlflächen, beispielsweise nach einem Sturm, wiederaufgeforstet werden müssen. Da haben wir in mühevoller Handarbeit als auch mit Pflanzenschutzmitteln dafür zu sorgen, dass die jungen Bäume wachsen können“, klärt Franz Titschenbacher, Vorsitzender des Forstausschusses in der LK Österreich, auf.

Auch in Österreich ist die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln streng reglementiert. Zum einen dürfen nur zugelassene Mittel appliziert werden. Zum anderen ist der Pflanzenschutzmittel-Ausweis für jeden Anwender Pflicht.

Rechtssicherheit für die Verwendung von Glyphosat gefordert

„Wir brauchen die Rechtssicherheit, dass wir die jeweils zugelassenen Mittel im gesetzlichen Rahmen verwenden dürfen. Aktuellen Versuchen, alle Waldbesitzer pauschal in Misskredit zu bringen, muss widersprochen werden. Die Waldbesitzer gewährleisten durch ihre aktive Bewirtschaftung eine Vielzahl von Leistungen für die Umwelt, die Gesellschaft und die Wirtschaft. Die Forderung eines sofortigen Verbotes von Glyphosat im Wald ist sachlich nicht gerechtfertigt und weit überzogen“, kommentiert Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich.

 

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Benutzeranmeldung

TASPO Login

TASPO NEWSLETTER

Newsletter abonnieren

Meistgelesene Artikel

3

Mit der Übernahme der Jungpflanzen Grünewald GmbH in Selm hat Volmary den Fortbestand des insolventen Unternehmens sichergestellt. TASPO Online sprach mit Raimund Schnecking über die Beweggründe für die Transaktion und...

Mehr

Fipronil ist derzeit in aller Munde. Als Pflanzenschutzmittel könnte dem Insektengift jetzt das Aus bevorstehen: Medienberichten zufolge will der BASF-Konzern, der die Rechte an dem Wirkstoff besitzt, die EU-Zulassung...

Mehr

Das Warten hat ein Ende – die Finalisten der 12. TASPO Awards stehen fest! Unsere Fachjury, bestehend aus 27 namhaften Persönlichkeiten der grünen Branche, hat in geheimer Abstimmung die besten Bewerber in 17...

Mehr