Pflanzenschutz

Glyphosat-Umfrage: 52 Prozent für Wiederzulassung

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Glyphosat wird in der Öffentlichkeit seit Wochen stark diskutiert, neutrale Berichterstattung tritt aufgrund der Emotionalität des Themas oft in den Hintergrund. TASPO Online fing in einer Umfrage eine Momentaufnahme von Newsletter-Abonnenten, Facebook-Fans und Twitter-Followern ein, ob sie Glyphosat verwenden, ob der Wirkstoff aus ihrer Sicht gesundheitsgefährdend ist und wie sie zu einer Wiederzulassung im Dezember stehen.

52 Prozent für die Wiederzulassung von Glyphosat im Dezember

Mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) spricht sich für die Wiederzulassung von Glyphosat aus. Die derzeitige Zulassung auf EU-Ebene endet im Dezember. 40 Prozent gaben an, dass sie „auf jeden Fall“ möchten, dass der Wirkstoff auch weiterhin appliziert werden darf. Immerhin mehr als jeder Zehnte (12 Prozent) gibt ein gemäßigteres „Ja, von mir aus“ zu Protokoll, wenn es um die Wiederzulassung von Glyphosat geht.

Die absoluten Gegner der Wiederzulassung („Auf keinen Fall!“) kamen auf 26 Prozent. Dazu gesellen sich diejenigen Prozent, die „lieber nicht“ wollen, dass die Anwendung von Glyphosat ab Dezember weiterhin offiziell erlaubt bleibt. Jedem vierten von 100 Befragten ist die Wiederzulassung egal.

71 Prozent der Befragten verwenden Glyphosat

Immerhin 71 Prozent der Befragten wenden Glyphosat persönlich an, der Rest nicht. Der Großteil (58 Prozent) aller teilnehmenden Newsletter-Abonnenten, Twitter-Follower und Facecbook-Fans nutzt Glyphosat beruflich. Immerhin 26 Prozent verwenden Glyphosat zuhause und beruflich, während 16 Prozent den Wirkstoff lediglich für private Zwecke einsetzen.

Besonders interessant 47 Prozent der Umfrageteilnehmer gehen persönlich von einer Gesundheitsgefährdung durch den Wirkstoff aus, während 34 Prozent Glyphosat für gesundheitlich unbedenklich halten. Beinahe jeder Zweite von zehn Befragten (18 Prozent) kann das Risiko persönlich nicht bewerten.

Details zur TASPO Online Umfrage:

Insgesamt 221 Antworten gingen bis Mittwoch, 26. August um 13 Uhr ein. Rund 15 Prozent der Befragten gelangten über Facebook und Twitter auf die Umfrageseite. Die restlichen 85 Prozent speisten sich aus dem Pool der Newsletter-Abonnenten. Es handelt sich also um eine nicht repräsentative Umfrage, für die 1000 Antworten nötig gewesen wären. Eine geringe Beeinflussung der Umfrageergebnisse durch persönliche Irrtümer bei der Angabe der Antworten kann nicht ausgeschlossen werden.