Pflanzenschutz

Glyphosat: Wissenschaftler protestieren

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Befürworter des Wirkstoffs Glyphosat haben aufgeatmet, als die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) den Wirkstoff für Pflanzenschutzmittel als wahrscheinlich nicht krebserregend einstufte. Nun allerdings formiert sich eine Front aus Wissenschaftlern, die in einem offenen Brief an die EU behaupten, die EFSA habe bei der Bewertung wissenschaftlich unsauber gearbeitet.

Ein offener Brief an die EU protestiert gegen das Urteil, Glyphosat sei "wahrscheinlich nicht krebserregend". Foto: Fotolia Kara

Glyphosat: Wissenschaftler protestieren in offenem Brief

Informationen der Süddeutschen Zeitung zufolge haben sich rund 100 Wissenschaftler aus aller Welt an dem Protest beteiligt, der die Beurteilung von Glyphosat, wie sie von der EFSA durchgeführt wurde, als „wissenschaftlich unakzeptabel“ brandmarkt. Der offene Brief soll morgen in Brüssel offiziell an EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis übergeben werden.

EFSA-Gutachten soll bei Wiederbewertung unter den Tisch fallen

In dem Schreiben adressieren die Forscher nicht nur die europäische Behörde und den EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis, sondern auch das Bundesinstitut für Risikobewertung.  
Wie die SZ zitiert, kritisieren die Wissenschaftler, dass die Bewertung von Glyphosat „durch die vorliegenden Daten“ nicht gedeckt werde. Deshalb solle das Ergebnis der EFSA-Bewertung auch nicht in die Neubewertung von Glyphosat eingehen, wenn es sich im kommenden Jahr um die Wiederzulassung des Wirkstoffs auf EU-Ebene für die kommenden zehn Jahre dreht.