Pflanzenschutz

Greenpeace kämpft gegen 209 PSM-Wirkstoffe

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat eine "schwarze Liste" der gefährlichsten Pestizide veröffentlicht. Diese enthält 209 Wirkstoffe von Pflanzenschutzmitteln, die nach Prüfung durch einen laut Greenpeace unabhängigen Pflanzenschutzmittel-Experten als besonders schädlich für Mensch und Umwelt eingestuft sind.

520 und damit alle in der EU zugelassenen Pflanzenschutzmittel hat der Experte im Auftrag von Greenpeace unter die Lupe genommen. Auf die jetzt veröffentlichte „schwarze Liste der Pestizide“ sind 209 Pestizide gekommen, die zum Beispiel als krebsauslösend gelten, neurotoxisch wirken, die Fruchtbarkeit beeinflussen können oder die Umwelt schädigen.

Neonikotinoide und Glyphosat auf „Schwarzer Liste“

Enthalten sind unter anderem Neonikotinoide und das umstrittene Herbizid Glyphosat. Die im Auftrag von Greenpeace erstellte „schwarze Liste der Pestizide“ führt aber beispielsweise auch das Insektizid Abamectin und die Fungizide Boscalid und Cyprodinil, die als sehr giftig beziehungsweise chronisch toxisch eingestuft werden.

„Mehr als ein Drittel der in Europa verwendeten Pestizide sollten verboten werden. Der Einsatz dieser Pestizide in der Produktion von Obst, Gemüse und Getreide gefährdet unsere Gesundheit und die Umwelt“, so Christiane Huxdorff, Landwirtschaftsexpertin von Greenpeace, zu den Studienergebnissen. Entsprechend fordert Greenpeace von der Bundesregierung, sich für ein EU-weites Verbot der gefährlichsten Pestizide auszusprechen.

Die von Greenpeace veröffentlichte „schwarze Liste der Pestizide“ können Sie hier als PDF (in englischer Sprache) downloaden.