Pflanzenschutz

Höchste Auszeichnung im Pflanzenschutz verliehen

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Die Otto-Appel-Denkmünze geht in diesem Jahr an Prof. Dr. Bernd Böhmer. Mit dieser höchsten Auszeichnung im Bereich Pflanzenschutz in Deutschland würdigt das Julius Kühn-Institut den jahrzehntelangen Einsatz Böhmers für die Fortentwicklung eines nachhaltigen Pflanzenschutzes.

JKI-Präsident Dr. Georg F. Backhaus (l.) verleiht Prof. Dr. Bernd Böhmer die Otto-Appel-Denkmünze. Foto: Robert Zech

Böhmer langjähriger Leiter des Pflanzenschutzdienstes NRW

Dem langjährigen Leiter des Pflanzenschutzdienstes der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen sei dabei der schwierige Spagat gelungen, sich einerseits für die Belange der gärtnerischen und landwirtschaftlichen Praxis zu engagieren, dabei aber gleichzeitig weder Umwelt- noch Verbraucherschutz außer Acht zu lassen, wie JKI-Präsident Dr. Georg F. Backhaus in seiner Laudatio hervorhob.

Zu Böhmers Verdiensten zählt unter anderem sein intensives Mitwirken an Empfehlungen für Pflanzenschutzprobleme im Bereich der sogenannten Lückenindikationen. Außerdem lag ihm die Entwicklung von Monitoring- und Virusdiagnosesystemen sowie computergestützten Expertensystemen – wie etwa Prognosemodellen zur Vorhersage des Auftretens von Schaderregern – am Herzen.

Informationssystem Integrierte Pflanzenproduktion unter Böhmers Federführung entstanden

Daraus entstand unter Böhmers Federführung das Informationssystem Integrierte Pflanzenproduktion (ISIP). Außerdem entstand während seiner Zeit als Leiter des Pflanzenschutzdienstes eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Universitäten. Die RWTH Aachen hat Böhmer dafür 2005 zum Honorarprofessor ernannt.

Die Otto-Appel-Denkmünze wurde 1952 gestiftet zu Ehren von Geheimrat Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Otto Appel, der als Nestor des Pflanzenschutzes in Deutschland gilt.