Pflanzenschutz

Invasive Arten: EU-Liste bleibt umstritten

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Die EU-Verbotsliste mit invasiven, gebietsfremden Arten bleibt weiter umstritten. So kritisiert aktuell der Zentralverband Gartenbau (ZVG) die Reichweite sowie die Einstufungskriterien der Verbotsliste. Da bislang keine klare Regelung existiere, unter welchen Umständen eine Art gelistet wird, seien die Vorschläge der EU „willkürlich und nicht nachvollziehbar“.

Der Japanische Staudenknöterich gehört zu den invasiven Arten. Foto: M. Schuppich/Fotolia

Invasive Arten: ZVG fordert klare wissenschaftliche Kriterien für EU-weit einheitliche Risikoanalysen

Darüber hinaus würden ständig neue Vorschläge für Listungen in den Raum gestellt, ohne dass Bewertungsgrundlagen und Analyseverfahren einheitlich festgelegt seien. Vor diesem Hintergrund fordert der ZVG klare wissenschaftliche Kriterien für EU-weit einheitliche Risikoanalysen, bevor weitere Arten in die Verbotsliste aufgenommen werden.

„Zudem sollten die in der Verordnung genannten Prinzipien der Prävention und der räumlichen Differenzierung berücksichtigt und gewahrt bleiben“, so der ZVG. Dies sei bislang nicht geschehen. In diesem Zusammenhang verweist der ZVG noch einmal auf die bereits 2008 zusammen mit dem Bundesumweltministerium und dem Bundesamt für Naturschutz veröffentlichte Empfehlung zum Umgang mit invasiven Arten, die ein differenziertes Vorgehen vorsieht.