Pflanzenschutz

IVA: Positionspapier zum Pflanzenschutz

Weil immer mehr Menschen die Erde bevölkern, steigt der Bedarf an Nahrungsmitteln rasant. Hält die Zunahme der landwirtschaftlichen Produktion und Produktivität mit dieser Entwicklung nicht Schritt, werden die Nahrungsmittel sehr viel teurer. So lautet eine der Thesen der Industrieverband Agrar (IVA) in einem neuen Positionspapiert, das die Bedeutung des chemischen Pflanzenschutzes und der Mineraldüngung für die Ernährung der Weltbevölkerung unterstreicht. Bei der IVA-Jahrespressekonferenz am 3.Mai in Frankfurt sowie der Mitgliederversammlung in Berlin rückte der Verband dieses Thema in den Vordergrund.

 

 

Das mit „Nachhaltig, Ressourcen schonend, auf lange Sicht unverzichtbar” überschriebene Positionspapier kritisiert, dass der ökologische Nutzen des chemischen Pflanzenschutzes oft pauschalisierend infrage gestellt wird und erreichte Fortschritte zu wenig gewürdigt werden. Beispielsweise würden die Einträge von Pflanzenschutzmitteln in Gewässer seit 20 Jahren zurückgehen. Formen der Landwirtschaft, die auf Agrochemie verzichten, brächten „in der Regel nur die Hälfte der Ernteerträge einer modernen Landwirtschaft hervor“.

Bei Verzicht auf Pflanzenschutz und Mineraldüngung sei daher eine doppelt so große Landfläche nötig. Dies wiederum wäre problematisch für den Naturschutz, weil im Falle des Verzichts auf Agrochemie mehr schützenswerte Naturlandschaften für die Nahrungsproduktion benötigt und damit unter den Pflug genommen werden müssten.

Der moderne Pflanzenschutz trage nicht nur zu höheren Erträgen bei, sondern ebenso zur Qualität des Erntegutes. Hierbei spricht das Positionspapier ausdrücklich das Obst und Gemüse an: „Verschorfung oder der Befall mit Apfelwicklern können die Erträge von Obstbauern vernichten!“ Von natürlichen Giften ausgehende Risiken seien für Verbraucher um ein Vielfaches höher als mögliche Rückstände von Pflanzenschutzmitteln.

 Der IVA vertritt die Interessen der agrochemischen Industrie in Deutschland. Zu den Geschäftsfeldern der 51 Mitgliedsunternehmen gehören Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Schädlingsbekämpfung und Biotechnologie. (eh)