Pflanzenschutz

Junggärtner: „Biologischer Pflanzenschutz“ jetzt als Webinar

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Die Arbeitsgemeinschaft deutscher Junggärtner (AdJ ) musste ihr Seminar „Biologischer Pflanzenschutz“ aufgrund der Corona-Beschränkungen zunächst absagen. Jetzt wurde bekannt gegeben, dass diese Fortbildung erstmalig als eine virtuelle Weiterbildung angeboten wird.

Das Junggärtner-Seminar "Biologischer Pflanzenscchutz" findet erstmals als Webinar statt. Foto: Zsuzsanna Tóth / Pixabay

Ursprünglicher Termin ist Corona zum Opfer gefallen

Das Webinar zum „Biologischen Pflanzenschutz“ findet am Samstag, den 11. Juli 2020 in der Zeit von 10 bis 15 Uhr statt und bilde laut Junggärtner-Mitteilung den Startschuss für eine dauerhafte Webinarreihe, die ab Beginn des kommenden Jahres fest in das Programm der Junggärtner integriert sein wird. „Wir möchten trotz der aktuellen Situation unserem Weiterbildungsauftrag nachkommen. Wir freuen uns, nachdem ein Teil unserer Seminare in der Bildungsstätte Gartenbau abgesagt werden mussten, mit unserer Webinarreihe starten zu können, um den Junggärtnern eine umsetzbare Alternative zu bieten“, erklärt Vera Thihatmer, Bundesgeschäftsführerin der AdJ. Neben den realen Seminaren vor Ort sollen weitere virtuelle Weiterbildungsmöglichkeiten zu allen Fachbereichen der gärtnerischen Branche stattfinden.

Reduzierung chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel essentiell

Neu sei demnach nicht nur die Art des Bildungsangebotes, sondern auch der inhaltliche Umfang zum biologischen Pflanzenschutz. ,,Der biologische Pflanzenschutz hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Für die Umwelt und zum Schutz der Mitarbeiter*innen ist es für eine Gärtnerei unerlässlich sich näher damit auseinanderzusetzen und in der Praxis anzuwenden! Das Wissen ist da und die praktischen Erfahrungswerte auch“, fügt Raphaela Gerlach, Bundesvorsitzende der Junggärtner hinzu. Eine nachhaltige Produktion von Gemüse, Obst oder Pflanzgut rücke demnach immer weiter in den Fokus der Verbraucher und gleichermaßen auch der Erzeuger. Die Reduzierung von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln im gartenbaulichen Produktionsbereich ist von essenzieller Bedeutung für den Erhalt und die Verbesserung unseres angeschlagenen Ökosystems. Um erfolgreich biologischen Pflanzenschutz einzusetzen bedarf es unter anderem einer umfassenden Kenntnis über die Lebenszyklen von Schaderregern und Entwicklungsbedingungen, sowie die der natürlichen Gegenspieler. Dabei schaffen einschränkende, gesetzliche Regelungen zum konventionellen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln einen völlig unterschiedlichen Rahmen für das Management.

Fünfstündiges interaktives Webinar

Einen Einblick in eben dieses Management liefert Referent Holger Nennmann vom Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Er hat sich als vorrangiges Ziel gesetzt, einen integrierten, nachhaltigen Pflanzenschutz, unter Einbeziehung biologischer Verfahren, in den Gartenbaubetrieben zu etablieren. Im Mittelpunkt des fünfstündigen Webinars stehen unter anderem biologische Pflanzenschutzverfahren im Gewächshaus und Möglichkeiten für biologische Verfahren an Freilandkulturen. Nennmann ist es besonders wichtig, dass Fragen zum biologischen Pflanzenschutz von den Teilnehmenden mitgebracht werden können. Durch seine langjährigen Erfahrungen im Pflanzenschutz bietet er den Teilnehmenden die Möglichkeit flexibel und individuell auf die unterschiedlichen Wissensstände reagieren zu können. So kann ein interaktives Webinar gestaltet werden. „Unter anderem das macht eine gute Bildungsmöglichkeit und natürlich auch eine/n gute/n Referent*in aus“, so Thihatmer.  

Anmeldungen sind bis zum 7. Juli möglich. Das Detailprogramm sowie eine Anmeldemöglichkeit finden Sie unter www.junggaertner.de.

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