Pflanzenschutz

Kirschessigfliege: Bayern stockt Gelder für Bekämpfung auf

Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner hat für die Bekämpfung der Kirschessigfliege weitere 600.000 Euro bereitgestellt. Finanziert werden soll damit ein neues Forschungsvorhaben der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) Veitshöchheim. Gesucht werden praxisorientierte Schutz- und Bekämpfungsmaßnahmen gegen den invasiven Obstschädling. 

Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner. Foto: StMELF Bayern

Kirschessigfliege kann großen Schaden anrichten

„Die Kirschessigfliege kann bei unseren Betrieben große Schäden anrichten, deshalb brauchen wir rasch umsetzbare Lösungen für die Praxis“, so Brunner. Wie das Landwirtschaftsministerium mitteilt, stehen mit den neuen Forschungsgeldern bis 2017 insgesamt 850.000 Euro für die Untersuchung und Bekämpfung des invasiven Obstschädlings zur Verfügung.

Die LWG Veitshöchheim will in dem neuen, auf drei Jahre angelegten Forschungsvorhaben bienen- und umweltfreundliche Maßnahmen untersuchen, mit denen sich die Ausbreitung der Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) in der Praxis eindämmen lässt. Dabei arbeitet die LWG eng mit den Forschungsanstalten anderer Bundesländer und mit dem Julius-Kühn-Institut (JKI) zusammen.

Kirschessigfliege in Deutschland erstmals 2011 aufgetreten

Die aus Asien stammende Kirschessigfliege ist in Deutschland erstmals 2011 aufgetreten und hat sich seitdem stark ausgebreitet. In Bayern ist der Obstschädling seit 2012 zu finden und hat im vergangenen Jahr erstmals spürbare Verluste im Obst- und Weinbau verursacht. Bereits seit 2013 betreibt die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft ein intensives Monitoring zur Verbreitung der Kirschessigfliege.

Während die heimische Essigfliege ihre Eier nur in überreife, verletzte oder faulende Früchte ablegt, befällt die Kirschessigfliege bereits unbeschädigte Früchte vor der Reife – bevorzugt Kirschen, Pflaumen und Beeren. (ts)