Pflanzenschutz

Kletterbaum wegen Raupen gesperrt: Eichenprozessionsspinner verursachte landesweit Hautausschläge und Atemnot

Im hessischen Riedstadt ist dieser Tage ein bei Kindern beliebter Kletterbaum am Wäldchen in Richtung Dornheim gesperrt. Denn die Raupen des Eichenprozessionsspinners, einem Pflanzenschädling, der auch die Gesundheit des Menschen beeinträchtigen kann, sind dort unterwegs. Die Haare dieser Raupen können Ausschläge auf der Haut oder Atemwegsbeschwerden hervorrufen, heißt es zur Begründung in einer Mitteilung vom 14. Juni auf der Internetseite der Gemeinde. Außerdem erläutert die Gemeinde, dass die Maßnahme nicht von kurzer Dauer sein wird: "Da die Haare nicht nur an den Tieren selbst sitzen, sondern auch abbrechen und überall am Baum sein können, sollte diese Eiche vorerst nicht mehr zum Spielen benutzt werden. É Die Gemeindeverwaltung behält den Baum unter Beobachtung und hofft, dass die Gefahr im Herbst vorüber ist. Die Eltern werden gebeten, ihre Kinder auf die Gefahren hinzuweisen." Doch nicht nur in Hessen, sondern auch in Bayern oder im Norden in Brandenburg sind Grüppchen der Raupen, die sich wie in einer Prozession auf dem Fuß folgen, unterwegs. Einige Bekämpfungsmöglichkeiten nennt das jetzt vom Institut für Pflanzenschutz im Forst der Biologischen Bundesanstalt (BBA) veröffentlichte Faltblatt, das die Biologie des Eichenprozessionsspinners, die durch ihn entstehenden Schäden und die zu dieser Jahreszeit von den Raupen ausgehenden gesundheitlichen Gefahren beschreibt.