Pflanzenschutz

Klimawandel: BdB stellt Mittel bereit und will Allianzen bilden

Auf seiner Wintertagung hat der Bund deutscher Baumschulen (BdB) beschlossen, ab sofort 25.000 Euro für Maßnahmen zum Thema Klimawandel bereitzustellen. "Das ist unser Thema, welches denn sonst. Da sind wir kompetent, da müssen wir Partner suchen" - mit diesen markigen Worten brachte der BdB-Präsident Karl-Heinz Plum die einhellige Meinung im Hauptausschuss auf den Punkt und schloss dabei auch das Thema Feinstaub mit ein. Bereits zu seiner Sommertagung 2007 hatte der BdB ein erstes Strategiepapier zum Thema Klimawandel vorgelegt und unmittelbar danach Prof. Dr. Andreas Roloff von der TU Dresden beauftragt, eine Literatur-Recherche zu den Chancen und Risiken für Gehölzanpflanzungen angesichts des Klimawandels auf den Bereich Freie Landschaft auszuweiten. Von der Ständigen Konferenz der Gartenamtsleiter (GALK) hatte er bereits diesen Auftrag für den Stadtbereich und seitens des Forstes für den Wald. Nun auf der BdB-Wintertagung stellte Roloff in seinem Eröffnungsvortrag die Studie vor (mehr dazu in einer der kommenden Ausgaben der TASPO). Die Themen Klimawandel und Feinstaub werden, so Plum, den Verband zumindest über Jahre beschäftigen. Die erwähnten Finanzmittel des BdB stufte er als Anschubfinanzierung ein für Projekte, die mit anderen Verbänden und Institutionen, beispielsweise dem Zentralverband Gartenbau (ZVG), vorangetrieben werden sollen. "Das erwartet man von den grünen Verbänden", so Plum, denn sie sind direkt von den Klimaveränderungen betroffen, von einer früheren Obstblüte beispielsweise oder den Herausforderungen im Pflanzenschutz durch sich anpassende Schadorganismen. Hoffnung auf nennenswerte zusätzliche staatliche Forschungsmittel der Bundesregierung zum Thema machte Werner Küsters, Landschaftsgärtner und Präsident des Bundesverbandes der Dienstleistungswirtschaft (BDWi). Wie er in seinem Grußwort zur Wintertagung des BdB sagte, sei man dabei, einen entsprechenden Antrag für ein Forschungsprojekt "Einfluss des Klimawandels auf die Stadtlandschaft" zu stellen. Darin gehe es auch um die künftige Pflanzenauswahl. Der Präsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), Hanns-Jürgen Redeker, erinnerte zudem an die Verarmung bei Stadtbaum-Arten und das von der Bundesregierung im Herbst 2007 vorgestellte Strategiepapier zur Biodiversität. Es enthalte ein umfassendes Programm für mehr Grün in den Städten. Diese Absichtserklärung müsse die Branche aufnehmen und sich dafür einsetzen, dass konkrete Maßnahmen folgen.