Pflanzenschutz

Künast will weniger Chemie im Pflanzenschutz: Reduktionsprogramm setzt auf Beratung und mehr Kontrollen

Ein neuer Vorstoß in Richtung weniger Chemie im Pflanzenschutz: Renate Künast, Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL, Bonn), legte vorige Woche das „Reduktionsprogramm chemischer Pflanzenschutz“ vor. Ziel ist, die Anwendung chemischer Pflanzenschutzmittel in den Betrieben stärker als bisher am notwendigen Maß zu orientieren. Das Programm baut auf dem vorhandenen Pflanzenschutzgesetz auf. Es setzt zwar auf Beratung und finanzielle Anreize für die Betriebe, fordert aber auch bundesweit erweiterte Pflanzenschutzmittel-Kontrollen und verstärkte Kontrollen der Lebensmittel pflanzlicher Herkunft. Das Reduktionsprogramm wird bereits ab 2005 eingeführt. Betriebe, die die Inhalte des Reduktionsprogramms in vorbildlicher Weise umsetzen, sollen mit dem „Zukunftspreis Pflanzenschutz“ des BMVEL ausgezeichnet werden. Das Reduktionsprogramm soll jährlich fortgeführt und verbessert werden. Dafür wird eine „Bundesstelle Reduktionsprogramm chemischer Pflanzenschutz“ eingerichtet. Das Reduktionsprogramm ist unter www.verbraucherministerium.de oder www.taspo.de im Download-Bereich abrufbar. Die ausführliche Berichterstattung zu diesem Thema lesen Sie in der aktuellen TASPO.